Spannung auf dem Siedepunkt: Michelin 24H SERIES European Series vor Premiere am Nürburgring

29.06.2026

Hochspannende Titelkämpfe gehen beim vorletzten Saisonlauf 2026 in die nächste Runde. Drei Rennen sind absolviert, zwei stehen noch aus – und die Michelin 24H SERIES European Series steuert auf ein ganz besonderes Rennwochenende zu. In einer Woche kehrt die Meisterschaft mit dem erstmals ausgetragenen Michelin 12H NÜRBURGRING nach Deutschland zurück.

  • Die entscheidende Phase der Saison 2026 beginnt mit dem vorletzten Rennen in einer Woche
  • Der neue Michelin 12H NÜRBURGRING bildet den vierten Lauf der hochkarätigen fünfteiligen Meisterschaft
  • GetSpeed Team PCX Racing führt mit dem Mercedes-AMG GT3 EVO die Gesamtwertung der GT3-Klasse an
  • Auch in den Klassenwertungen sind spannende und unvorhersehbare Duelle garantiert
  • Das komplette Renngeschehen ist am kommenden Wochenende live auf dem YouTube-Kanal Creventic Motorsports TV zu verfolgen

Sowohl in der GT3-Gesamtwertung als auch in den meisten Klassenwertungen ist das Titelrennen vollkommen offen. Der vierte von insgesamt fünf Saisonläufen auf dem Nürburgring Grand Prix Circuit (3. bis 5. Juli) dürfte daher eine entscheidende Rolle im Kampf um die Meisterschaft spielen.
Die Fahrerpaarungen für das 30 Fahrzeuge starke Starterfeld stehen größtenteils fest. Da die von Creventic organisierte Rennserie erstmals auf der traditionsreichen Strecke in Rheinland-Pfalz gastiert, lassen sich Prognosen kaum treffen. Zu viele Unbekannte versprechen ein spannendes Rennwochenende. Wird das zweigeteilte Zwölf-Stunden-Rennen den vierten unterschiedlichen Sieger und den vierten verschiedenen Hersteller der Saison hervorbringen?
Als Spitzenreiter der GT3-Gesamtwertung und der GT3 PRO-AM-Wertung reist das Nürburgring-Team GetSpeed Team PCX Racing an. Den Mercedes-AMG GT3 EVO mit der Startnummer 28 teilen sich Benjamin Paque, Jordan Boisson, Patrick Charlaix und Mikhaël Grenier.
HOFOR Racing feierte zuletzt einen beeindruckenden Gesamtsieg sowie den Erfolg in der GT3-AM-Klasse beim Michelin 12H PAUL RICARD und liegt nur noch sechs Punkte hinter GetSpeed. Nach einer Pause beim vergangenen Rennen kehrt Chantal Prinz zurück und bildet gemeinsam mit ihrem Ehemann Alexander Prinz, ihrem Vater Michael Kroll sowie Torsten Kratz das Fahrerquartett.
Drei weitere Mercedes-AMG GT3 ergänzen das Starterfeld. Der zweite GetSpeed-Einsatz (Team JR286) wird von Patrick Liddy, Tanner Harvey, Jonathan Hirshberg und Steve Jans pilotiert. Viper Niza Racing aus Malaysia setzt erneut auf Melvin Moh, Douglas Khoo und Dominic Ang.

Auf Rang drei der GT3-Gesamtwertung liegt Ajith RedAnt Racing. Das Team möchte seine konstant starken Leistungen mit Kobe de Breucker, den Brüdern Yannick und Ayrton Redant sowie dem international bekannten tamilischen Schauspieler Ajith Kumar fortsetzen.
Punktgleich mit HOFOR Racing auf Rang zwei liegt der Audi R8 LMS GT3 EVO II von Sainteloc Junior Team, Sieger des Saisonauftakts beim Michelin 12H MUGELLO. Am Nürburgring gehen Pierre Kaffer, Michael Doppelmayr, Elia Erhart, Stephane Tribaudini und Ernst Inderbitzin an den Start.
Für Continental Racing by Simpson Motorsport sind bislang Vasily Vladykin und Paul Scheushner bestätigt. Den Audi R8 von Juta Racing steuern Lutz Obermann, Andres Latorre, Leonardas Dirzys sowie ein noch nicht benannter vierter Fahrer. HAAS RT setzt Vater und Sohn Peter und Nicolas Guelinckx in einem bislang noch nicht bestätigten Fahrzeug ein.
Vier weitere Hersteller komplettieren das hochkarätige GT3-Feld. Proton Competition bringt einen Porsche 911 GT3 R (992) EVO an den Start, gefahren vom amtierenden Fahrermeister Manuel Lauck gemeinsam mit Constantin Dressler, Jörg Dreisow und Joel Sturm. Das neue Team Up2Race feiert sein Debüt mit einem baugleichen Porsche für Oleksiy Kikireshko, Tim Heinemann und Fabio Grosse.
Auch zwei Ferrari werden erwartet: Era Motorsport setzt den Ferrari 296 GT3 EVO mit Dwight Merriman, Oliver Bryant, Ryan Dalziel und Jake Hill ein. Pellin Racing vertraut im Ferrari 296 GT3 auf Lisa Clark, Kyle Marcelli, Jeff Westphal und Massimo Perrina.
Abgerundet wird das GT3-Feld durch den Aston Martin Vantage AMR GT3 EVO von E2P Racing mit Pablo Burguera, Antonio Sainero und Oliver Campos sowie den Lamborghini Huracán GT3 EVO von ARC Bratislava, den Matej und Adam Konopka gemeinsam mit ihrem Vater Miroslav und Zdeno Mikulasko pilotieren.

Hochspannung auch in der 992-Klasse
Bei noch zwei ausstehenden Rennen ist in der traditionell stark umkämpften 992-Klasse weiterhin alles offen. Mühlner Motorsport hatte nach Siegen in Mugello und Spa-Francorchamps zunächst einen komfortablen Vorsprung aufgebaut. Den Porsche 911 GT3 Cup (992 I) mit der Startnummer 921 teilen sich Conrad Tox Leveau, Martin Rump und Joshua Bednarski.
Beim letzten Rennen in Frankreich gelang Red Camel-Jordans.nl jedoch der erste Saisonsieg, wodurch der Rückstand auf lediglich 16 Punkte schrumpfte. Am Nürburgring fahren Fabian Danz, die Brüder Luc und Rik Breukers sowie ihr Vater Ivo den Porsche mit der Startnummer 909.
Seblajoux Racing bringt zwei Fahrzeuge an den Start. Im Porsche mit der Nummer 888 wechseln sich Sebastien Lajoux, Stephane Perrin, Anthony Vince und Louis Perrot ab. Im Fahrzeug mit der Nummer 910 sind bislang Lionel Amrouche und Enzo Joulié bestätigt. In der 992-AM-Wertung könnte die Startnummer 888 sogar die Führung der Meisterschaft übernehmen.
Die amtierenden 992-Champions von RPM Racing setzen auf Tracy Krohn, Niclas Jönsson und Philip Hamprecht. Für Chazel Technologie Course fahren Jean-Paul Dominici, Antoni de Barn und Jean-Mathieu Leandri. Van Berlo Motorsport by CP Motorsport schickt Marcel van Berlo, seinen Sohn Glenn sowie Bart van Helden ins Rennen.
Nach ihrem Sieg in der 992-AM-Klasse beim Circuit Paul Ricard wollen Steven Gambrell, Igor Sorokin und Jonathan Kearney für HRT Performance erneut angreifen. MM Racing bringt den Porsche der Brüder Mick, Tom und Steve Meurrens zu seinem zweiten Saisonstart. Außerdem plant Mühlner Motorsport einen zweiten Einsatz mit der Startnummer 904, für die bislang Rolando Saca und Silvain Pastoris bestätigt sind.

Neue Teams und voller Zeitplan
Die Michelin 24H SERIES European Series begrüßt mit KEO Racing einen Neuzugang in der GTX-Klasse. Das Team setzt einen Ligier JS2 RS für Adrian Kunzle und Kevin Madsen ein.
In der GT4-Klasse bestreitet Bonk Motorsport seinen ersten Saisonstart. Michael Bonk, Martin Kroll und Claudia Hürtgen teilen sich den BMW M4 GT4 EVO (G82).
Eine Woche vor dem Rennen werden drei Fahrzeuge in der TCE-TCX-Klasse erwartet. asBest Racing führt mit seinem SEAT Leon Cup Racer (Startnummer 102) die Meisterschaft mit vier Punkten Vorsprung an. Pia Ohlsson startet gemeinsam mit Michael Neuhauser. Für den Porsche 718 Cayman GT4 CS (982) hat das Team Silas Passos, Alexandre Dante und Cesar Fonseca nominiert. Die Fahrerbesetzung des Cupra TCR DSG steht noch aus.


Nach den CR Track Days am Nürburgring am Mittwoch und Donnerstag (1. und 2. Juli) beginnt am Freitag, 3. Juli, das freie Training. Das Qualifying startet um 15:25 Uhr Ortszeit mit drei Sessions für die Klassen 992, GTX, GT4 und TCE-TCX. Anschließend folgen ab 16:35 Uhr die drei Qualifying-Sessions der GT3-Fahrzeuge.
Der erste Teil des Zwölf-Stunden-Rennens beginnt am Samstag, 4. Juli, um 12:00 Uhr Ortszeit und umfasst sechs Rennstunden. Der zweite Rennabschnitt startet am Sonntag, 5. Juli, ebenfalls um 12:00 Uhr.
Qualifying und Rennen werden live auf dem YouTube-Kanal Creventic Motorsports TV übertragen. Ergänzt wird das Programm durch Rennen des Prototype Cup Europe und des Radical Cup Europe.

Text – Marc Orme, Bilder – Nico Mombaerts