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14 März, Samstag

Der Saisonauftakt der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie wurde abgesagt

Niedrige Temperaturen und Schneefall hatten zunächst den Start zum Zeittraining verzögert. Die Streckenbedingungen besserten sich, nicht jedoch die Temperaturen. Die in der NLS engagierten Reifenhersteller rieten der VLN von der Durchführung der 71. ADAC Westfalenfahrt ab. Die Rennleitung folgte schließlich der Empfehlung. Der endgültigen Absage um 10:45 Uhr vorangegangen waren zwei...
Der Saisonauftakt der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie wurde abgesagt

14.03.2026

Niedrige Temperaturen und Schneefall hatten zunächst den Start zum Zeittraining verzögert. Die Streckenbedingungen besserten sich, nicht jedoch die Temperaturen. Die in der NLS engagierten Reifenhersteller rieten der VLN von der Durchführung der 71. ADAC Westfalenfahrt ab. Die Rennleitung folgte schließlich der Empfehlung. Der endgültigen Absage um 10:45 Uhr vorangegangen waren zwei Teammanager-Meetings um 8:30 und 10 Uhr, in der die Verantwortlichen der VLN das Feedback der Teams einholten. „Auch wenn die Entscheidung am Ende bei uns liegt, war es uns wichtig, die Situation mit den Teilnehmern zu besprechen“, sagt Christian Vormann, Sportleiter der VLN. „Nach einer Inspektionsrunde hat die Rennleitung entschieden, dass die Strecke befahrbar ist. Die Seitenstreifen waren frei von Schnee und es trocknete langsam ab. Seitens der Teams waren die Meinungen gemischt. Eine Abstimmung ergab eine geringe Mehrheit, die Veranstaltung durchzuführen. Am Ende hat die Warnung der Reifenindustrie den Ausschlag zur Absage gegeben.“ Das zweite Lauf der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie findet bereits am kommenden Wochenende statt. Am 21. März kehrt dann unter anderem Formel-1-Weltmeister Max Verstappen mit einem Mercedes-AMG GT3 in die Grüne Hölle zurück. 🎟️ Tickets gibt es hier.

Die Saison startet: Premieren, Klassiker und die volle Ring-Vielfalt

11.03.2026

Wenn im März die ersten Motoren aufheulen, beginnt am Nürburgring mehr als nur eine neue Rennsaison. Es startet ein Jahr, das die ganze Bandbreite der legendären Event-Location widerspiegelt: hochkarätiger internationaler Motorsport, publikumsnahe Serien auf der Nordschleife, Festivals, Community-Events, Familienformate und Mitmachangebote. Rund 60 Veranstaltungen machen den Nürburgring 2026 von Frühjahr bis tief in den Herbst hinein zum Treffpunkt für Fans aus aller Welt – und zu einem starken Impulsgeber für die Region. Zu den prägenden Höhepunkten im Kalender zählen traditionsreiche Publikumsmagnete wie die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring, die DTM, Rock am Ring, der Int. ADAC Truck-Grand-Prix sowie der BELMOT Oldtimer-Grand-Prix. Sie stehen für volle Tribünen, volle Campingplätze und eine Atmosphäre, die es so nur in der Eifel gibt. Zwischen März und Oktober wechseln sich diese Großereignisse mit einer Vielzahl weiterer Formate ab – vom internationalen GT-Sport bis zur nahbaren Nordschleifen-Action. Die Nordschleife als HerzstückAls weltweit bekanntes Markenzeichen bildet die legendäre Nordschleife auch 2026 den Prüfstein für fahrerische Höchstleistung. Die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie, die RCN Rundstrecken-Challenge und die GLP Gleichmäßigkeitsprüfung sorgen über das gesamte Jahr hinweg für Rennsport zum Anfassen. Hier erleben Fans packende Duelle, offenes Fahrerlager und Motorsport, der greifbar bleibt. Höhepunkt ist das 24h-Wochenende im Mai, wenn mehr als 100 Fahrzeuge zur Jagd durch die „Grüne Hölle“ starten und zehntausende Fans entlang der Strecke campieren. Kaum ein anderes Rennen verbindet sportliche Höchstleistung und leidenschaftliche Fankultur so intensiv. Neue Impulse im internationalen Rennkalender2026 setzt der Nürburgring gezielte Akzente: Erstmals gastiert die MICHELIN 12H Nürburgring in der Eifel. Die Premiere im Rahmen der Michelin 24H SERIES erweitert das internationale Langstreckenportfolio und unterstreicht die Bedeutung des Standorts im globalen GT-Sport. Auch im Zweiradbereich beginnt ein neues Kapitel: Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft tritt künftig unter dem Namen EURO MOTO an. Mit neuem Auftritt und geschärftem Profil positioniert sich die Serie neu – und ist das Aushängeschild für den Motorradrennsport auf der Grand-Prix-Strecke.  Ergänzt wird das internationale Programm durch Formate mit hochwertigem GT-Sport wie die DTM, GT World Challenge oder das ADAC Racing Weekend – ein dichtes Spektrum aus Markenvielfalt, Nachwuchsförderung und Spitzenmotorsport. Wer es gerne eine Nummer größer mag, kann beim Int. ADAC Truck-Grand-Prix die rund 1000 PS starken Racetrucks bewundern. Festival und buntes Fahrerlager inklusive. Ein fester Bestandteil der Saison bleibt zudem der historische Motorsport. Mit der ADAC Nürburgring Classic, dem BELMOT Oldtimer-Grand-Prix sowie dem traditionsreichen ADAC 1.000km Rennen schlägt der Nürburgring auch 2026 die Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Historische Formelwagen, Tourenwagen-Ikonen und Langstreckenklassiker erinnern daran, dass hier seit 1927 Motorsportgeschichte geschrieben wird – lebendig, laut und mit unverwechselbarem Charakter. Festival, Szene, CommunityDer Nürburgring ist jedoch weit mehr als Rennsport. Wenn im Juni beim ausverkauften Rock am Ring rund 90.000 Musikfans die Eifel in ein Festivalmeer verwandeln, zeigt sich eine andere Facette des Areals. Events wie der Nürburgring Drift Cup, GRIP – Das Motorevent oder Rad am Ring verbinden Szene, Mitmachcharakter und Leidenschaft für Mobilität in all ihren Formen. Hier gibt es ebenfalls eine Premiere: Mit der Low Scty PS Arena feiert ein Community-Event am Nürburgring Premiere, welches in Österreich bereits zu einer echten Event-Größe mit tausenden Fans herangewachsen ist. Hinzu kommen Indoor-Highlights in der ring°arena und im ring°boulevard – von Darts am Ring bis zum größte E-Darts-Turnier Europas (DLMM) und von Jobmesse bis zum beliebten Familientag. Diese Mischung aus Spitzensport, Entertainment und Community-Formaten macht die Saison 2026 zu einem vielseitigen Erlebnis für unterschiedlichste Zielgruppen – vom eingefleischten Motorsportfan bis zum Familienausflug. Mehr als ZuschauenUnd auch abseits der Großevents bleibt der Ring erlebbar: An weit über 100 Tagen öffnen Nordschleife und Grand-Prix-Strecke für Touristenfahrten, After-Work-Classics oder den Rad- und Lauftreff ihre Schranken. Hier wird aus dem Zuschauer der Akteur – ein Angebot, das den Nürburgring Jahr für Jahr neu erlebbar macht. Mit etablierten Klassikern, internationalen Premieren und einer klaren Vielfalt startet der Nürburgring in eine Saison, die Tradition und Zukunft gleichermaßen verbindet. 2026 verspricht einmal mehr ein Jahr voller Emotionen, Geschwindigkeit und unvergesslicher Momente.

Zum 50. Jubiläum: Gipfeltreffen der Champions beim Saisonauftakt der NLS

10.03.2026

Die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie erwacht mit einem Paukenschlag aus der Winterpause – und startet am 14. März 2026 mit dem ersten Saisonrennen fulminant in die 50. Saison. Wenn sich das Feld der 132 gemeldeten Fahrzeuge zur 71. ADAC Westfalenfahrt aufreiht, wird schnell klar, dass die Dichte an internationalem Topfahrern selten so hoch war, wie in diesem Jahr. Tickets gibt es ab 25 Euro unter VLN.de/tickets. Jugendliche bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Wer nicht vor Ort ist, kann den Renntag im kostenlosen Livestream auf VLN.de verfolgen. An der Spitze dieses Feldes thront der legendäre Porsche 911 GT3 R von Manthey mit der Startnummer 911. Hier greift mit Ayhancan Güven nicht nur der amtierende DTM-Champion ins Lenkrad, er teilt sich das Cockpit mit dem Porsche-Werksfahrer Kévin Estre. Die Konkurrenz für den ‚Grello‘ ist jedoch so prominent wie selten zuvor. In der Startnummer 17 von Dunlop Motorsport findet sich mit Julien Andlauer ein Pilot, der mit dem Rückenwind seines Gesamtsieges bei den 24 Stunden von Daytona 2026 in die Eifel reist; das Cockpit teilt er sich mit Nico Menzel. Ebenfalls ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden möchte das Team Falken Motorsport. Auf der Nummer 44 startet Morris Schuring, der amtierender DTM-Junior-Champion, zusammen mit Klaus Bachler. Ein echtes Power-Trio schickt REALIZE KONDO RACING with Rinaldi mit der Startnummer 45 ins Rennen. Thierry Vermeulen (Gold-Cup-Gewinner der GT World Challenge) und Dennis Marschall (Bronze-Champion der GTWC) teilen sich den Ferrari 296 GT3 mit Thomas Neubauer. BMW und Mercedes-AMG rüsten aufBesonders imposant präsentiert sich die bayerische Konkurrenz: BMW schickt drei absolute Top-Teams mit Werksunterstützung in die Grüne Hölle. Schubert Motorsport greift mit der Startnummer 77 und einer hochkarätigen Besetzung an – hier teilen sich die Werksfahrer Marco Wittmann, Philipp Eng und Robin Frijns das Cockpit des BMW M4 GT3 EVO. Nicht weniger ambitioniert geht ROWE RACING an den Start. Die Startnummer 98 wird von Augusto Farfus, Raffaele Marciello und Jordan Pepper pilotiert, die #99 von ‚Dan Harper‘, Max Hesse und Sheldon Van Der Linde. Auch die Mercedes-AMG-Fraktion rüstet massiv auf. Mit der Startnummer 80 schickt das Mercedes-AMG Team RAVENOL ein Trio ins Rennen, das pure GT3-Erfahrung verkörpert: Maxime Martin, Maro Engel und Luca Stolz wollen den Sieg beim Auftakt nach Affalterbach holen. Ergänzt wird das Aufgebot durch einen weiteren Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 3 des Mercedes-AMG Team Verstappen Racing, in dem mit Jules Gounon, Daniel Juncadella und Lucas Auer drei absolute Ausnahmekönner am Steuer sitzen. Der vierfache Formel-1-Weltmeister und Namensgeber der Equipe, Max Verstappen, wird bei NLS2 dann ins Geschehen eingreifen. Nach einer erfolgreichen Debüt-Saison mit einem Sieg setzt das Haupt Racing Team erneut auf den bulligen Ford Mustang GT3. Abgerundet wird das Pro-Aufgebot von Konrad Motorsport und dem Red Bull Team ABT (beide Lamborghini Huracán GT3), Walkenhorst Motorsport (Aston Martin Vantage GT3) sowie Dinamic GT und Lionspeed GP (Porsche 911 GT3 R). Frischer Wind in der SP9 AM und PRO-AMDoch nicht nur in der reinen Pro-Kategorie herrscht Hochspannung, auch die Sub-Wertungen SP9 Pro-Am und Am versprechen packende Duelle und interessante Geschichten. Mit ProSport Racing kehrt ein bekanntes Gesicht der Nordschleife in die Top-Klasse zurück und stellt sich dem Wettbewerb mit einem Aston Martin Vantage GT3. In der AM treffen sie auf Goroyan RT by Car Collection (Porsche 911 GT3 R), JUTA Racing (Audi R8 LMS) und Renazzo Motorsport (Lamborghini Huracán GT3 EVO 2). Gleichzeitig sorgen in der PRO-AM spannende Neuzugänge für frischen Wind und neue Konkurrenz: GAMOTA Racing (BMW M4 GT3 EVO), Toyo Tires with Ring Racing (Mercedes-AMG GT3) und KKRämer Racing (Audi R8 LMS EVO II) debütieren in dieser Saison in der prestigeträchtigen GT3. Ihre Gegner sind unter anderem die beiden Porsche-Teams Lionspeed GP und 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON sowie ein weiterer Aston Martin von Walkenhorst Motorsport. Meisterliche FahrerpaarungenDie NLS lebt allerdings nicht nur von der Top-Klasse: In den hart umkämpften Cup-Klassen geht es zwar nicht um den Gesamtsieg, zu gewinnen gibt es dennoch viel. In der Klasse BMW M2 Racing kommt es dabei zu einer Konstellation, die Fans der Meisterschaft aufhorchen lässt: Auf der Startnummer 888 bilden Ranko Mijatovic und Michael Schrey eine Allianz der Meister. Mijatovic, der seit 2024 amtierender NLS-Champion ist, spannt hier mit dem zweifachen NLS-Meister Schrey zusammen, um das Team Hofor Racing by Bonk Motorsport ganz nach vorne zu bringen. Gemeinsam vereinen sie bereits vier Titel auf einem Auto – eine Marke, die normalerweise schwer zu schlagen ist. Doch die Messlatte liegt in diesem Jahr noch ein Stück höher, und zwar bei jenem Team, das die Serie in der jüngeren Vergangenheit fast nach Belieben dominiert hat: Adrenalin Motorsport. Die Mannschaft rund um Teamchef Matthias Unger setzt in der Klasse VT2-RWD auf der Startnummer 500 eine Paarung ein, die man getrost als das ‚Maß aller Dinge‘ bezeichnen kann. Mit Philipp Leisen (Meister 2018, 2020, 2021 und 2023) und Daniel Zils (Meister 2022 und 2023) teilen sich hier zwei der erfolgreichsten NLS-Piloten der jüngsten Geschichte ein Cockpit. Zusammen bringen sie es auf stolze sechs Meistertitel – eine statistische Machtdemonstration, die verdeutlicht, warum Adrenalin Motorsport seit Jahren das Team ist, das es zu schlagen gilt. Das Trio komplettiert Philipp Stahlschmidt. Meisterliche TeamleistungenAuch in diesem Jahr beeindrucken die Aufgebote einiger. Das SRS Team Sorg Rennsport führt die Statistik mit beeindruckenden elf gemeldeten Fahrzeugen an, die sich auf die Klassen SP10, VT2, CUP2 und CUP3 verteilen. Dicht auf den Fersen ist das bereits erwähnte Team Adrenalin Motorsport, das mit neun Fahrzeugen ebenfalls eine enorme Präsenz zeigt und unter anderem die stark besetzten Klassen V6, V5 und die BMW M240i-Kategorie abdeckt. Apropos Klassenstärke: Die Klasse CUP3 der Porsche Endurance Trophy Nürburgring (PETN) für den Porsche 718 Cayman GT4 CS stellt mit 21 Startern das größte Starterfeld des Auftakts dar, gefolgt von der VT2-RWD mit 14 und der CUP2 (Porsche 911 GT3 Cup) mit zwölf Fahrzeugen. Tickets für das Auftaktrennen der Jubiläumssaison, die 71. ADAC Westfalenfahrt, kosten 25 Euro (Kinder bis 14 Jahre kostenfrei) und sind unter VLN.de/tickets und an den Tageskassen erhältlich. Damit geht es auf die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, in die exklusiven Zuschauerbereiche Brünnchen und Pflanzgarten sowie ins Fahrerlager, die Boxengasse und die Startaufstellung. Um die besten Positionen für die Startaufstellung geht es im Qualifying zwischen 8:30 und 10 Uhr. In der Pause zwischen Zeittraining und Rennen bleibt den Fans ausreichend Zeit, die Boliden aus nächster Nähe zu erleben: Mit einem Ticket geht es ab 10:20 Uhr beim Pitwalk in die Boxengasse, bevor ab 11:10 Uhr die Startaufstellung mit noch mehr Motorsport zum Anfassen lockt. Der Rennstart für das vier Stunden dauernde Langstreckenrennen ist um 12 Uhr. Der Livestream unter VLN.de beginnt um 08:15 Uhr. Daneben gibt es ‚Radio Nürburgring‘ bei rpr1.de sowie in der RPR1-APP.

Vorschau DNLS4: Showdown in der virtuellen Grünen Hölle: Titelentscheidungen beim BILSTEIN 3h-Rennen

27.02.2026

Das Finale der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie (DNLS) verspricht am kommenden Samstag ein Höchstmaß an Spannung, wenn die Simracing-Elite zum BILSTEIN 3h-Rennen auf der virtuellen Nordschleife antritt. Über eine Distanz von drei Stunden wird in der Simulation iRacing um die letzten entscheidenden Zähler der Saison gekämpft. Fans können das gesamte Geschehen live verfolgen, da das Rennen wie gewohnt über vln.de sowie den offiziellen YouTube-Kanal der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie übertragen wird. Besonders im Fokus steht dabei der dramatische Kampf um die klassenübergreifende Gesamtwertung, in der sich vor dem letzten Lauf ein echtes Herzschlagfinale abzeichnet. Dramatisch gestaltet sich die Ausgangslage im Kampf um den Titel des DNLS-Meisters, wo drei Teams in unmittelbarer Schlagdistanz an der Spitze liegen. Der BMW M2 Racing von BS+COMPETITION (#284) und der Porsche 911 GT3 CUP von EMM Esports (#905) führen das Feld punktgleich mit jeweils 48 Zählern an. Nur drei Punkte dahinter lauert SimRC mit dem BMW M4 GT4 (#176) und 45 Punkten auf einen Fehler der Konkurrenz. Da die Strafpunkte-Konten der Spitzenreiter aktuell leer sind und auch die Anzahl der Siege bei einem Erfolg im Finale identisch wäre, greift im Falle einer punktgleichen Zielankunft ein besonderes Reglement: In diesem Fall entscheidet letztlich die niedrigere Gesamtzahl der während der gesamten Saison gesammelten iRacing-Incident-Punkte über den Titelgewinn. Hier geht BS+COMPETITION mit nur 27 Incidents als Favorit ins Rennen, gefolgt von SimRC mit 40 und EMM Esports mit 55 Incidents. Damit wird eine saubere Fahrweise ohne Track-Limits oder Kollisionen zum alles entscheidenden Faktor für die Meisterschaft. Zusätzliche Würze erhält dieses Duell durch die Vergabe von Bonuspunkten: Sowohl für die Pole-Position als auch für die schnellste Rennrunde wird jeweils ein Extrapunkt vergeben. Dies bedeutet, dass der Gleichstand bereits im Zeittraining durchbrochen werden könnte, noch bevor die Startampel für das dreistündige Rennen auf Grün springt. In der Königsklasse SP9 deutet alles auf ein direktes Duell zwischen zwei BMW-Teams hin. BS+COMPETITION führt die Wertung mit 39 Punkten an, liegt aber nur hauchdünn vor dem Team Falken Simracing SP9, das mit 37 Zählern in Schlagdistanz bleibt. Das MAHLE RACING TEAM belegt mit ihrem Ford Mustang GT3 derzeit den dritten Rang mit 23 Punkten, gefolgt von HRT Esports by Coanda mit 20 Punkten. Während die Spitze eng beisammenliegt, kämpfen Teams wie SZESE E-Sport und Nürburgring eSports mit jeweils 11 Punkten um einen versöhnlichen Saisonabschluss in den Top 5 der stark besetzten GT3-Klasse. In der Klasse der Porsche Esports Endurance Trophy Nürburgring (PEETN) gibt es am Samstag eine Besonderheit bei den Wertungen zu beachten: Während die offizielle DNLS-Tabelle das Team und das Fahrzeug bewertet, führt Manthey als Ausrichter der PEETN zusätzliche separate Wertungen. Neben der Teamwertung, die EMM Esports (#905) bereits bei DNLS3 für sich entscheiden konnte, stehen hier vor allem die Fahrer im Mittelpunkt. In der PEETN-Fahrerwertung liegt Raphael Rennhofer mit 48 Punkten an der Spitze, gefolgt von Luca Alpert mit 36 Zählern. Zudem bietet die von Manthey ausgeschriebene AM-Fahrerwertung eine eigene Plattform für Amateure, in der Jan Winter derzeit mit 30 Punkten vor George Tyler mit 26 Punkten führt. Ähnlich souverän präsentiert sich die Situation in der Klasse SP10 für GT4-Fahrzeuge. Hier führt SimRC mit 45 Punkten das Feld an, nachdem sie in zwei der drei bisherigen Läufe die volle Punktzahl sowie Zusatzpunkte einfahren konnten. Das Williams F1 Team Gaming folgt mit 33 Punkten auf dem zweiten Platz, während Falken Simracing SP10 mit 26 Zählern den dritten Rang behauptet. In der Klasse der BMW M2 Racing spiegelt sich das Bild der PEETN-Klasse wider: BS+COMPETITION ist hier mit 48 Punkten das Maß der Dinge. SCHERER ESPORT M2 CSR liegt mit 31 Punkten auf dem zweiten Platz, gefolgt von Nürburgring eSports mit 18 Zählern. Damit ist die Ausgangslage für das BILSTEIN 3h-Rennen klar: In fast allen Klassen geht es nicht nur um den Tagessieg, sondern um den prestigeträchtigen Titel in einer der härtesten Online-Rennserien der Welt. Hier geht es zum Livestream.

Die Grüne Hölle erwacht im März: Saisonstart von Null auf hundert auf der Nordschleife

24.02.2026

Im März erwacht die Nordschleife traditionell aus dem Winterschlaf – und in diesem Jahr geht es direkt von Null auf hundert. Ab Samstag, 07. März, öffnen sich bei den Touristenfahrten wieder die Schranken zu den legendären 20,832 Kilometern. An den darauffolgenden Wochenenden geht es direkt weiter: Neben weiteren Terminen für Touristenfahrer stehen gleich zwei Rennen der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie an (14. und 21. März). Abgerundet wird der März mit freudiger „Ally Pally“-Atmosphäre bei Darts am Ring am Samstag, 28. März. Das sind die Nürburgring-Highlights im März: Saisonstart für die Touristenfahrer | 07. & 08. März Startschuss für mehr als 170 Tage Touristenfahrten in diesem Jahr: Am Samstag und Sonntag, 07. und 08. März, öffnen sich die Schranken zur Nordschleife zum ersten Mal in 2026. Es ist liebgewonnene Tradition, dass sich zu diesem Anlass zahlreiche Touristenfahrer und Petrolheads an der Strecke treffen – für die ersten gemeinsamen Runden oder das langersehnte Wiedersehen unter Gleichgesinnten. Und auch nach dem Auftaktwochenende geht es munter weiter. Ab dem darauffolgenden Sonntag (15.03.) ist die Nordschleife fortan im März bereits fast täglich geöffnet. Wie gewohnt kann jeder bei den Touristenfahrten mit seinem eigenen Fahrzeug die Nordschleife oder Grand-Prix-Strecke unter die Räder nehmen. Die Preise bleiben dabei weiterhin stabil: Eine Runde auf der Nordschleife von Freitag bis Sonntag kostet wie bisher 35 Euro, eine Runde unter der Woche 30 Euro. Ein Stint (15 Minuten) auf der Grand-Prix-Strecke kostet für Motorradfahrer und für Autofahrer je 35 Euro. Wichtiger Hinweis: Ab dieser Saison gilt eine neue Notrufnummer: +49 (0) 2691 302 9111. Saisonauftakt ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie | 14. & 21. März Zwei Rennen in sieben Tagen und dazu bunte Starterfelder: Die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) startet mit Vollgas in die neue Saison. Unmittelbar nach dem Saisonauftakt am Samstag, 14. März, findet am Wochenende darauf bereits das zweite Rennen statt (21. März). Der zweite Termin wurde kurzfristig auf dieses Datum gelegt, um eine Lücke im Kalender der Formel 1 zu nutzen. Schließlich plant Superstar Max Verstappen dieses Jahr die Teilnahme am 24h-Rennen und möchte diesen NLS-Lauf potentiell zur Vorbereitung mitfahren. Damit ist er nicht allein: Insbesondere bei den ersten Rennen des Jahres sind die Topfahrzeuge der großen Langstreckenteams im Hinblick auf das große Saisonhighlight stets stark vertreten. Fans dürfen sich also auf besonders viele GT-Boliden von Porsche, BMW und Mercedes-AMG freuen. Das Ticket für 25 Euro (Kinder bis 14 Jahre frei) beinhaltet den Eintritt ins Fahrerlager, zur Startaufstellung und zu allen Zuschauerbereichen. Wer sich ein Upgrade gönnen möchte: Erstklassiges Catering und beste Plätze gibt es mit dem „RACE&LUNCH“-Ticket (190 Euro) oder dem vollen VIP-Paket (285 Euro) – Letzteres sogar inklusive einer geführten Bustour über die Nordschleife kurz vor Rennstart. Darts am Ring Gala | 28. März Ally Pally goes Green Hell: Die ring°arena verwandelt sich am Samstag, 28. März, wieder in ein Tollhaus feiernder Darts-Fans. Bei der „Darts am Ring Gala“ gastiert bereits zum fünften Mal die Weltelite der fliegenden Pfeile in der Eifel. Frenetisch angefeuert werden sie dabei in der Indoor-Location des Nürburgrings von tausenden Fans des Sports. Das Line-up der offiziellen PDC-Veranstaltung wird dieses Jahr angeführt vom ehemaligen Weltmeister Luke Humphries und dem amtierenden Vize-Weltmeister, Gian van Veen. Mit dabei sind zudem Stars wie Nathan Aspinall, Stephen Bunting und der deutsche „Maximiser“ Max Hopp, die allesamt bei der diesjährigen WM am Start waren. Wer noch dabei sein möchte, sollte sich beeilen: Für das Darts-Spektakel am Nürburgring sind nur noch vereinzelt Tickets verfügbar – bereits ab 30 Euro. Diese gibt es online unter nuerburgring.de. Die Nürburgring-Highlights im März 2026: 07. & 08. März: Saisonstart Touristenfahrten Nordschleife 14. März: ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie - Rennen 1  21. März: ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie - Rennen 2 28. März: RCN / GLP – Lauf 1 28. März: Darts am Ring Gala

RCN-Sponsoren verlängern Partnerschaft

06.02.2026

Vor dem Saisonstart der Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) in das Jahr 2026 gab es erfreuliche Nachrichten. Zwei langjährige Partner, die die Breitensportserie unterstützen, verlängerten ihr Engagement. Damit ist die Zukunft der beliebten Serie in der Eifel wieder ein Stück sicherer geworden. H&R bleibt Partner der RCNSeit vielen Jahren arbeitet die Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) eng mit dem Fahrwerksspezialisten H&R zusammen. Die vertrauensvolle Kooperation zwischen der beliebten Breitensportserie auf dem Nürburgring und dem Fahrwerksspezialisten aus dem Sauerland wurde nun im Vorfeld der Saison 2026 um ein weiteres Jahr verlängert. Das Unternehmen aus dem Sauerland ist auf den RCN-Wettbewerbs-fahrzeugen prominent auf den Startnummern und am Heck platziert. H&R bietet Sportfedern, Sportfahrwerke, Spurverbreiterungen und Stabilisatoren für nahezu alle gängigen Serienfahrzeuge an. Neben zahlreichen Privatkun-den und vielen Teams aus dem Motorsport vertraut auch die Automobilin-dustrie auf das Know-how des Unternehmens, das sich seit vielen Jahren als kompetenter Partner in Sachen Fahrwerk etabliert hat. Sven Gramm, Direktor Marketing und Kommunikation: „Motorsportsport ge-hört einfach zu H&R dazu. Wir wollen unsere Kompetenz auf der Rennstre-cke beweisen und gleichzeitig unsere potentiellen Kunden auf der Straße ansprechen. Dazu wollen wir nicht nur im Spitzenmotorsport vertreten sein, sondern auch den Breitensport unterstützen.“ RAVENOL verlängert Kooperation mit der RCN um 3 JahreSeit der Saison 2017 ist die Ravensberger Schmierstoffvertrieb GmbH ein offizieller Partner der RCN. Die Kooperation wurde nun im Vorfeld der anste-henden RCN-Saison erneut um drei Jahre verlängert. Das Unternehmen aus dem ostwestfälischen Werther, das in diesem Jahr das 80-jährige Jubiläum feiert, wirbt mit dem Markennamen RAVENOL wei-terhin auf allen Fahrzeugen der beliebten Breitensportserie. Darüber hinaus werden die Qualitäts-Schmierstoffe den Teilnehmern für den motorsportli-chen Einsatz zu attraktiven Preisen angeboten. Die Rennschmierstoffe und Pflegeprodukte werden seit vielen Jahren in renommierten Rennsportserien von zahlreichen nationalen und internationalen Top-Teams eingesetzt. Martin Huning, Motorsport Director RAVENOL: „Wir freuen uns darauf, wei-terhin mit der Rundstrecken-Challenge Nürburgring zusammenzuarbeiten. RAVENOL unterstützt langjährig den Breitensport. Für ambitionierte Motor-sportler ist die RCN eine gute Einstiegsplattform und mit dem Nürburgring ist unser Unternehmen in besonderer Weise verbunden.“ RCN Serien-Manager Willi Hillebrand: „Durch die Verlängerung der Partner-schaften zeigt sich wieder einmal, dass die Rundstrecken-Challenge Nür-burgring als attraktive Breitensportserie von unseren langjährigen Unterstüt-zern geschätzt wird. Das ist für die Serie ein wichtiger Baustein für eine si-chere Zukunft.“

10.000 Besucher bei Indoor-Veranstaltungen im Januar

29.01.2026

Derzeit herrscht Hochbetrieb in den Indoor-Locations am Nürburgring. In den vergangenen Wochen gaben sich Karate- und Cheerleading-Athleten sowie Besucher von Fachmessen und B2B-Veranstaltungen die Klinke in die Hand. Rund 10.000 Besucher strömten allein im Januar zu den vielfältigen Indoor-Veranstaltungen in die Eifel. Während auf der Rennstrecke mit Hochdruck für den Saisonstart gearbeitet wird, beweist der Nürburgring damit an anderer Stelle erneut seine Vielseitigkeit als Ganzjahresstandort. Sportliche Indoor-Veranstaltungen lockten zuletzt tausende an den Ring. Ein besonderes Ausrufezeichen setzten zwei Cheerleading-Events am vergangenen Wochenende: Rund 7.000 Aktive und Zuschauer verwandelten die ring°arena am Samstag und Sonntag in ein Tollhaus. Während bei der Regionalmeisterschaft West 113 Teams um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft kämpften, standen bei den STAGE Events West Kreativität und Entertainment für Einsteiger- und Showteams im Fokus. Bereits zuvor hatte das „Internationale Rhein Shiai“ für Kampfsport-Flair gesorgt. Mehr als 1.100 Karateka aus 26 Nationen – viele aus den Benelux-Ländern und Frankreich – nutzten die ring°arena Anfang Januar als Bühne für einen der größten Round-Robin-Wettkämpfe. Seit vielen Jahren kommen die Athleten bereits in der kalten Jahreszeit zum Ring und unterstreichen damit den Stellenwert der Location für den internationalen Kampfsport. Wirtschaftsfaktor und Branchen-Treffpunkt Die Fachmesse EUROTOI lockte Mitte Januar rund 38 internationale Aussteller und mehr als 700 Fachbesucher auf den ring°boulevard. Als Europas wichtigster Treffpunkt für die mobile Sanitärbranche bot die Messe auf 4.500 Quadratmetern einen Überblick über Innovationen der Industrie. Dass der Nürburgring dabei mehr als ein reiner Messestandort ist, zeigten die begleitenden Backstage-Führungen hinter die Kulissen und in die Historie der Strecke sowie Rennen auf der benachbarten ring°kartbahn. So entstand ein unterhaltsames Gesamterlebnis für die Besucher. Eine Reihe weiterer B2B-Veranstaltungen – exklusive Tagungen mit hunderten Teilnehmern und Firmen-Events mit mehreren tausend Gästen – ergänzten die Veranstaltungsliste in den vergangenen Tagen. „10.000 Veranstaltungsbesucher in den ersten Wochen des Jahres sind ein starkes Signal für unsere Indoor-Locations. Es ist schön zu sehen, wie die ring°arena und der ring°boulevard das gesamte Jahr über mit Leben gefüllt werden – durch Spitzensport, spezialisierte Fachmessen oder große wie kleine B2B-Events“, freut sich Nürburgring-Geschäftsführer Christian Stephani. 5.000 Plätze, 4.000 Quadratmeter, 1.000 Betten Dass der Nürburgring derartige Besucherströme auch im Winter souverän bewältigen kann, liegt an der besonderen Infrastruktur vor Ort. Das Herzstück der Indoor-Aktivitäten bilden der ring°boulevard mit der darin integrierten ring°arena. Letztere bietet mit einer Kapazität von bis zu 5.000 Plätzen die große Bühne für emotionale Sport- und Show-Events, während der ring°boulevard mit einer Fläche von mehr als 4.000 Quadratmetern großzügig Raum für Messen und Ausstellungen zur Verfügung stellt. Alle Locations sind dabei wetterunabhängig und lassen sich durch ihre direkte Anbindung vielfältig miteinander kombinieren. Dies ermöglicht einen nahtlosen Übergang zwischen Fachausstellungen, Catering-Bereichen und Arena-Shows. Ergänzt wird dieses Angebot durch hochwertige Übernachtungsmöglichkeiten: Direkt am Nürburgring stehen das Congress Hotel und das Motorsport Hotel sowie der Ferienpark mit insgesamt 1.000 Betten zur Verfügung. Darts am Ring – Ally Pally in der EifelDer positive Trend der publikumsstarken Events setzt sich auch im Frühjahr fort. Für die Darts am Ring Gala am Samstag, 28. März, zeichnet sich bereits jetzt ein volles Haus ab. Mit einem hochkarätigen Line-Up, angeführt von Weltmeister Luke Humphries und dem Vize-Weltmeister von 2026, Gian van Veen, verspricht das Event echte Ally Pally-Atmosphäre in der ring°arena. Auch Nathan Aspinall, Stephen Bunting und Local-Hero Max Hopp werden an diesem Abend an den Nürburgring reisen. Fans der fliegenden Pfeile müssen schnell sein: Es sind nur noch wenige Resttickets verfügbar.

Zwischen Geheimhaltung und globaler Strahlkraft

27.01.2026

Seit Jahrzehnten ist der Nürburgring die Test- und Entwicklungsplattform der internationalen Automobilindustrie. Im Rahmen der „Test- und Entwicklungsfahrten“ nutzen Hersteller und Zulieferer die Nordschleife, um Fahrzeuge und Komponenten unter realen Extrembedingungen zu erproben und zu optimieren – auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt. Im Interview erklären die beiden Geschäftsführer des Nürburgrings, Christian Stephani und Ingo Böder, wie Testen, Geheimhaltung und weltweite Strahlkraft am Nürburgring zusammengehen: Viele haben schon einmal vom umgangssprachlich so genannten „Industriepool“ am Nürburgring gehört – aber was wirklich dahinter steckt, wissen die wenigsten…Ingo Böder: Dahinter stecken offiziell die „Nürburgring Test- und Entwicklungsfahrten“ – ein Zusammenschluss des Nürburgrings mit den Automobilherstellern und Zulieferern der Automobilindustrie, die ihre Fahrzeuge und Produkte am Nürburgring gezielt testen und weiterentwickeln. Über das Jahr verteilt stellen wir hierfür insgesamt 17 Wochen lang exklusiv die Nordschleife zur Verfügung. Das ist kein Marketingevent, sondern echte Ingenieursarbeit. Hier wird geprüft, verfeinert und verbessert – von Fahrwerk bis Software. Man kann sagen: Die Nordschleife ist das längste Labor der Automobilindustrie unter freiem Himmel. Warum ist der Nürburgring für die Fahrzeugentwicklung bis heute so bedeutend?Christian Stephani: Weil die Nordschleife alles bietet, was ein Fahrzeug im Alltag und im Grenzbereich erleben kann – nur konzentrierter. Unsere Strecke liefert die ideale Basis: Rund 21 Kilometer, 73 Kurven, bis zu 18 Prozent Steigung, 11 Prozent Gefälle, wechselnde Asphaltarten und Witterungsbedingungen. Ein gefahrener Kilometer Nordschleife entspricht in der Belastung des Fahrzeugs bis zu zwanzig Kilometern auf normalen Straßen. Hier werden Schwachstellen ausgemerzt und Potenziale gefunden, bevor das Auto in Produktion geht und somit in die Hände der Kunden. Ein Produkt, das auf der Nordschleife besteht, besteht auf jeder anderen Straße. Deshalb ist auch nahezu jedes Fahrzeug oder zumindest eine der verbauten Komponenten auf der Nordschleife getestet worden. Und daher kommt auch der Leitspruch: „Jeder lobt, was Nürburgring-erprobt“, der bereits in den Anfängen unserer Rennstrecke so formuliert wurde und bis heute gilt. Wie muss man sich diese Test- und Entwicklungswochen konkret vorstellen?Ingo Böder: Während der Test- und Entwicklungswochen kommen die Hersteller mit ihren Entwicklungsfahrzeugen und Teams an den Nürburgring. Fahrer, Ingenieure, Datentechniker und Mechatroniker arbeiten hier Hand in Hand. In dieser Zeit entsteht ein kleines, hochspezialisiertes Ökosystem – und damit auch ein wirtschaftlicher Impuls für die Region. Viele Hersteller haben in den angrenzenden Gewerbegebieten eigene Stützpunkte eingerichtet, in denen die Fahrzeuge vorbereitet und analysiert werden, wenn sie nicht auf der Strecke unterwegs sind.Dreh- und Angelpunkt der Testarbeit auf der Nordschleife ist das Gebäude der sogenannten „T13“ und der operative Bereich vor dieser ehemaligen Tribüne, die dem ganzen Areal bisher seinen Namen gab. Technische Betreuung, Datenauswertung, Abstimmung und Start der Testfahrten laufen hier zusammen. Hier sind die Teams stationiert, die im Hintergrund die Entwicklungsarbeit begleiten. Deshalb werden wir diesen Bereich über den Winter auch deutlich aufwerten. Was bedeutet die Aufwertung der „T13“?Christian Stephani: Wir möchten der Arbeit, die dort geleistet wird, einen entsprechenden Rahmen bieten. Immerhin kommt hier – von der Außenwelt abgeschirmt – von der internationalen Ingenieurskunst bis zur Mobilität der Zukunft vieles zusammen, was die hochwertigen Produkte der Automobil- und Zuliefererindustrie ausmacht. Die Test- und Entwicklungsfahrten waren auch einer der Gründe, warum wir mit der vollständigen Digitalisierung der Nordschleife die Sicherheit auf ein neues Niveau gehoben haben. Für unsere Industriepartner bedeutet das: mehr Sicherheit, mehr Effizienz und langfristig stabile Rahmenbedingungen für die Test- und Entwicklungswochen auf einer Strecke, die in Teilen uneinsehbar und extrem anspruchsvoll ist.Nun steht die „T13“ im Fokus: Nach der bereits erfolgten Ausstattung der ehemaligen Tribüne mit Photovoltaik und der Installation von Schnellladesäulen durch unseren Partner AVIA gehen wir die nächsten Schritte der Weiterentwicklung. In den nächsten Wochen sollen die Arbeitsbedingungen vor Ort für die Mitarbeiter der Unternehmen verbessert werden. Dazu werden die Räumlichkeiten des Gebäudes komplett entkernt und modernisiert. Darüber hinaus wird der Asphalt im Bereich der „T13“ erneuert und auch die Außendarstellung soll dem Thema in Zukunft gerecht werden. Wie sieht diese Außendarstellung aus und wie verträgt sich das mit der geheimen Entwicklungsarbeit, die dort geleistet wird?Ingo Böder: Wir wollen, dass von außen sichtbar wird, was hier geschieht – nämlich Test- und Entwicklungsarbeit auf höchstem Niveau. Wir erzählen die Geschichte der Fahrzeugentwicklung auf der Nordschleife, nicht die Geheimnisse der Hersteller. Jeder weiß, dass hier entwickelt und getestet wird – das ist Teil der DNA des Nürburgrings. Wir möchten diese Geschichte als Teil unserer Wertschätzung erzählen – ohne Betriebsgeheimnisse zu berühren oder die Vertraulichkeit der Arbeit zu verletzen.Das soll auch in der optischen Umsetzung des Gebäudes aufgegriffen werden. Teil davon ist ein neues Naming: „Test & Performance Center | T13“, das gut sichtbar platziert wird. Damit werden wir dem Thema gerecht, ohne die historische Vergangenheit – also die Wurzeln des Gebäudes als ehemalige Tribüne – zu vernachlässigen. Und auch der Leitspruch „Jeder lobt, was Nürburgring-erprobt“ wird hier seinen Platz finden. Ein spannender Spagat: Während die Testfahrten im Verborgenen stattfinden, sind die Rekordfahrten auf der Nordschleife weltweit sichtbar…Christian Stephani: Absolut und das eine ist die Basis des anderen. Auf der Nordschleife merkst du einfach, was dein Auto kann. Deshalb steckt hinter jeder Rekordrunde intensive Entwicklungsarbeit – oft genau hier bei den Test- und Entwicklungsfahrten. Diese liefern die Grundlage, um die Fahrzeuge später auf der weltweiten Bühne zu präsentieren. Eine schnelle Runde auf der Nordschleife ist das sichtbarste Qualitätsversprechen, das ein Hersteller geben kann. Wenn ein Auto hier besteht, dann hat es sich bewiesen – technisch, emotional und kommunikativ. Haben sich durch die immer internationaler werdende Kommunikation auch die Test- und Entwicklungsfahrten verändert?Christian Stephani: Die Mitglieder der Test- und Entwicklungsfahrten sind internationaler denn je. Neben den großen deutschen und europäischen Marken sind inzwischen auch Hersteller aus Asien und Amerika fester Bestandteil – oft hat dies auch seinen Ursprung darin, dass diese Unternehmen eine schnelle Runde auf der Nordschleife fahren und kommunizieren möchten. Dies ist ohne Entwicklungsarbeit auf der Strecke aber schlichtweg unmöglich. Ford, BYD oder Xiaomi sind die jüngsten Beispiele dafür, dass der Nürburgring weltweit ein anerkanntes Qualitätssiegel für erfolgreiche Entwicklungsarbeit ist und sich auch hervorragend als Kommunikationsplattform eignet. Erst testen und entwickeln, dann eine offizielle Rekordrunde in Angriff nehmen – diese Reihenfolge gilt für alle. Für die weltweite Kommunikation wird also am Nürburgring der Grundstein gelegt. Deshalb die abschließende Frage: Was macht die Test- und Entwicklungsfahrten sowie die Zusammenarbeit hier vor Ort aus Sicht des Nürburgrings so besonders? Ingo Böder: Die Test- und Entwicklungsfahrten stehen für die DNA des Nürburgrings – und umgekehrt. Genauso gibt es eine gegenseitige Faszination und einen gegenseitigen Respekt – für die Strecke und die Arbeit des Nürburgrings auf der einen Seite und für die Ingenieurskunst und das Produkt des Herstellers auf der anderen. Und deshalb werden auch die Durchführung und die Rahmenbedingungen der Test- und Entwicklungsfahrten stetig weiterentwickelt – oft Hand in Hand, für mehr Effizienz, Sicherheit und ein gutes Arbeitsumfeld. Und ganz am Ende wird hier auf den 20,832 Kilometern der Nordschleife etwas geschaffen, mit dem Millionen Menschen weltweit in Berührung kommen und darauf vertrauen, dass es einfach funktioniert. Das ist das, was uns begeistert.

Termine 2026: Strategische Kalenderanpassung für die NLS 2026

25.01.2026

Die VLN verschiebt den zweiten Lauf der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) 2026 auf den 21. März. Die Vorverlegung um eine Woche nutzt eine bestehende Lücke im Formel-1-Kalender zwischen den Grands Prix von China (15. März) und Japan (29. März) und eröffnet so Piloten aus der Königsklasse und anderen internationalen Rennserien die Teilnahme.  Mike Jäger: Wir handeln im Sinne des Motorsports  „Die Entscheidung, einen frühzeitig feststehenden Termin zu verschieben, haben wir mit vielen Beteiligten in intensiven Gesprächen unter Abwägung aller Interessen – im Sinne des Motorsports – getroffen. Den weltweiten Bekanntheitsgrad, den die NLS im letzten Jahr durch die Teilnahme Max Verstappens erzielt hat, wollen wir zum Nutzen aller Teams und Teilnehmer weiter ausbauen.“ Ein besonderer Dank der VLN gilt der Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) sowie dem Rennstreckenbetreiber. Auf dem Termin am 21. März hätte ursprünglich der Saisonauftakt der RCN stattfinden sollen. Die Verantwortlichen der Breitensportserie erklärten sich jedoch uneigennützig bereit, ihren Termin mit der NLS zu tauschen. Auch der Nürburgring stimmte dem Wechsel zu. Dieser kooperative Schulterschluss unterstreicht den Zusammenhalt der Veranstalter am Nürburgring. Die Saison 2026 der ADAC RAVENOL NLS startet bereits eine Woche vorher: Der große Saisonauftakt (NLS 1) findet am 14. März statt. Tickets für alle Rennen sind bereits ab 25 Euro im Vorverkauf erhältlich.