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16 Oktober, Freitag

Vorgezogene Bescherung in der Grünen Hölle: DNLS startet in Season 8

In diesem Jahr gibt es die erste Bescherung für Motorsportfans schon vor Heiligabend. Am 19. Dezember 2026, wenige Tage vor Weihnachten, startet die Digitale Nürburgring Langstrecken-Serie (DNLS) in ihre achte Saison. Weitere Rennen folgen am 9. Januar, am 20. Februar und am 13. März 2027. Jedes der vier Rennen dauert drei Stunden. Profis aus dem realen Motorsport und die besten Simracer fahren...
Vorgezogene Bescherung in der Grünen Hölle: DNLS startet in Season 8

16.10.2026

In diesem Jahr gibt es die erste Bescherung für Motorsportfans schon vor Heiligabend. Am 19. Dezember 2026, wenige Tage vor Weihnachten, startet die Digitale Nürburgring Langstrecken-Serie (DNLS) in ihre achte Saison. Weitere Rennen folgen am 9. Januar, am 20. Februar und am 13. März 2027. Jedes der vier Rennen dauert drei Stunden. Profis aus dem realen Motorsport und die besten Simracer fahren dabei auf der virtuellen Nordschleife um Siege und Titel. Für einige Teilnehmer geht es um mehr als Punkte: Wie im Vorjahr kann eine DNLS-Saison auf die reale DMSB Permit Nordschleife (DPN) angerechnet werden. In der Porsche Esports Endurance Trophy Nürburgring (PEETN) werden insgesamt 8.000 Euro Preisgeld vergeben. Die Champions werden im Rahmen eines NLS-Rennens 2027 an der realen Nordschleife geehrt. Mit Season 7 hat die DNLS Neuland betreten. Erstmals erkannte der DMSB virtuelles Racing als Nachweis für die Nordschleifen-Permit an, und die DNLS war die erste Plattform dafür. An dieser Regelung ändert sich nichts. Fahrer, die mindestens eine Internationale D-Lizenz (Circuit) haben, können sich eine DNLS-Saison als Fahrpraxis für die DPN der Stufe B anrechnen lassen. Dafür müssen sie drei der vier Rennen ohne Strafe und in Wertung beenden. Zusätzlich ist die Teilnahme an einer RCN-Leistungsprüfung erforderlich. „Die Vorfreude auf Season 8 ist riesig, bei uns im Team genauso wie bei den Teams und Fahrern, mit denen wir in den vergangenen Wochen gesprochen haben”, sagt VLN-Sportleiter Christian Vormann, der neben seiner Rolle als NLS-Race-Director auch bei der DNLS in der Rennleitung aktiv ist. „Wir sind stolz, dass die DNLS auch in diesem Winter für die DMSB Permit Nordschleife zählt. Damit schlagen wir weiterhin eine echte Brücke zwischen virtuellem und realem Motorsport.” Wie gut der Weg aus der Simulation auf die echte Nordschleife funktionieren kann, zeigt Raphael Rennhofer. Der Österreicher war 2024/2025 DNLS-Champion und hat die PEETN zuletzt zweimal in Folge gewonnen. In diesem Jahr kämpfte er in der realen NLS um den Junior-Titel und musste sich am Ende nur knapp geschlagen geben. Damit gehört er zu den Fahrern, die beide Welten perfekt miteinander verbinden. Sportlich verspricht Season 8 einiges. Die Meister des Vorjahres wollen ihre Titel verteidigen. Im Fokus steht vor allem BS+COMPETITION: Das Team holte in der Klasse BMW M2 in allen vier Rennen die volle Punktzahl und wurde damit klassenübergreifend Gesamtsieger der DNLS. In der GT3-Klasse SP9 tritt Falken Simracing als Champion an. Das Team hatte die Meisterschaft erst im letzten Rennen entschieden, mit nur einem Punkt Vorsprung. In der PEETN geht EMM Esports als Titelverteidiger ins Rennen. Mehr als fünf Dutzend Fahrzeuge in vier Klassen waren in Season 7 am Start. In der SP9 starten GT3-Fahrzeuge von Aston Martin, BMW, Ford, Mercedes-AMG und Porsche. In dieser Klasse muss weiterhin mindestens ein Fahrer pro Fahrzeug aus dem realen Motorsport kommen. Deshalb teilen sich dort regelmäßig GT-Profis und Simracing-Spezialisten das Cockpit. In der PEETN fahren alle Teilnehmer den Porsche 911 Cup, entsprechend knapp sind dort traditionell die Abstände. Die SP10 ist für GT4-Fahrzeuge von Aston Martin, BMW und Mercedes-AMG vorgesehen. Dazu kommt der Markenpokal mit dem BMW M2 Racing. Gefahren wird in der Simulation iRacing, und alle Rennen werden im Livestream übertragen. Die Kommentatoren der NLS begleiten die Rennen live. Plätzchen und Glühwein auf dem Sofa ersetzen dabei die Bratwurst an der Strecke. Mehr braucht es für einen gelungenen Renntag im Advent nicht.

NLS10: Adrenalin-Trio holt Titel in packendem Finale

10.10.2026

Wenn sich der goldene Oktober von seiner besten Seite zeigt und die Eifelwälder rund um die Nürburgring-Nordschleife in strahlenden Sonnenschein getaucht werden, ist die Kulisse für das große Finale der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie perfekt. Während im Zeittraining noch feuchte Streckenabschnitte für knifflige Bedingungen sorgten, trocknete der Kurs zusehends ab. Das vierstündige Finale fand schließlich unter durchweg trockenen Bedingungen statt und bot den zahlreichen Fans an der Strecke einen packenden Kampf für die Entscheidung in der Meisterschaft. Mit ihrem insgesamt siebten Klassensieg im zehnten Lauf der Saison krönten sich Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert im BMW M240i Racing Cup (#650 Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels) zu den neuen NLS-Champions der Saison 2026. Im finalen Gesamtklassement erkämpfte sich das Trio mit 109 Punkten einen Vorsprung von acht Zählern auf Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg (#953 Smyrlis Racing, 101 Punkte), die in der Klasse CUP3 den zweiten Platz belegten. Dieser Erfolg markiert zugleich einen historischen Meilenstein für die Mannschaft von Teamchef Matthias Unger, denn für Adrenalin Motorsport ist es bereits der achte Gesamt-Meisterschaftstitel in der Geschichte der Rennserie. Im Ziel zeigte sich das frischgebackene Meistertrio sichtlich gelöst. „Ein rundum perfektes Rennen und wieder einmal ein fantastischer Job von den Jungs – das Auto lag einfach traumhaft auf der Strecke“, sparte Fübrich nicht mit Lob. Markert kämpfte im Ziel spürbar mit seinen Emotionen: „Ich bin einfach unglaublich erleichtert. Vor lauter Anspannung habe ich gefühlt keine Fingernägel mehr übrig. Wir konnten das Rennen zwar von der Spitze aus kontrollieren, aber die Nervosität vor dem Start war riesengroß.“ Bugane brachte das Resultat überglücklich auf den Punkt: „Alles ist möglich – für uns geht heute ein absoluter Traum in Erfüllung!“ Auch in den Sonderwertungen der Serie fielen die letzten Entscheidungen: Piet-Jan Ooms und Ionuc Catalin Timis krönten sich im Toyota Supra von SRS Team Sorg Rennsport (#524) zu den Siegern der Produktionswagen-Trophäe. Die prestigeträchtige NLS-Speed-Trophäe sicherte sich Schubert Motorsport (#77 BMW M4 GT3 EVO) mit insgesamt 183,00 Zählern. Den Titel in der Gentleman-Trophäe holte sich Alexandru Vasilescu (#177 AV Racing by BLACK FALCON) mit 86 Punkten. Platz eins und zwei für Gamota im QualifyingFür die erste Überraschung des Tages hatte bereits das Zeittraining gesorgt, in dem Gamota Racing erstmals zwei GT3-Boliden einsetzte und prompt eine beeindruckende Doppel-Pole feierte. Antal Zsigo, Moritz Kranz und David Jahn (#23 BMW M4 GT3 EVO) sicherten sich mit 9:03,855 Minuten den ersten Startplatz vor ihren Teamkollegen Zsigo, Csaba Walter und Dennis Fetzer (#36). Beim Start verteidigte Pole-Sitter Jahn die Führung, doch dahinter entbrannte sofort ein spektakulärer Schlagabtausch: Adam Christodoulou (#26 PROsport Mercedes-AMG GT3) stieß von Startplatz vier außen herum in Kurve zwei bis auf Rang zwei vor und lieferte sich Rad-an-Rad-Duelle mit dem Falken-Porsche (#44) von Sven Müller. Das GT3-Feld zeigte dabei eine beeindruckende Markenvielfalt – sechs verschiedene Hersteller rangierten in der Anfangsphase auf den ersten acht Plätzen. Ein Feindkontakt warf den PROsport-AMG später zurück und erforderte Reparaturarbeiten mit Panzertape in der Boxengasse. Porsche-Doppelsieg bei NLS10Am Ende jubelte Dunlop Motorsport über den Gesamtsieg beim Saisonabschluss: Nico Menzel und Sven Müller (#17 Porsche 911 GT3 R) überquerten nach 24 absolvierten Runden mit einem Vorsprung von 27 Sekunden als Sieger die Ziellinie. Tim Heinemann und Sven Müller (#44 Falken Motorsports Porsche 911 GT3 R) machten auf dem zweiten Rang den Doppelerfolg der Mannschaft perfekt, während Jordan Pepper und Tim Tramnitz (#77 Schubert Motorsport BMW M4 GT3 EVO) nach einer Aufholjagd das Podest komplettierten. Doppelstarter Müller, der sich beim Wechsel vom Falken- in den Dunlop-Porsche nur fünf Runden Pause gönnte, wurde von der ILN, der Rennleitung und den Kommentatoren zum ‚Fahrer des Rennens‘ gekürt. „Platz eins und zwei für unser Team ist ein absolut perfektes Ergebnis, das Auto hat heute riesigen Spaß gemacht“, resümierte Sven Müller. Für Nico Menzel war der Triumph zudem ein ganz besonderer persönlicher Meilenstein: „Mit meinem fünften NLS-Gesamtsieg bin ich jetzt mit meinem Vater gleichgezogen – es ist einfach genial, dass wir gewonnen haben!“ Auch der Zweitplatzierte Tim Heinemann zog ein durchweg positives Fazit: „Ein Top-Job des gesamten Teams bei der Vorbereitung der Fahrzeuge, dafür ein riesiges Dankeschön.“ Tim Tramnitz, der sich gemeinsam mit Jordan Pepper von Startplatz 16 nach vorne gearbeitet hatte, ergänzte stolz: „Die ersten Runden im Verkehr waren noch ziemlich knifflig, aber am Ende war der dritte Rang von unserer Ausgangslage das absolute Maximum.“ Im Ziel belohnte sich die Gamota-Mannschaft schließlich doch noch für ihren starken Auftritt mit einem zweifachen Klassen-Podium: Die Pole-Sitter (#23) beendeten das Rennen auf dem sechsten Gesamtrang (Platz zwei in der SP9 PRO-AM), während das Schwesterauto (#36) auf dem 13. Gesamtrang ins Ziel kam und damit ebenfalls den zweiten Platz in der Klasse SP9 AM feierte. Den Klassensieg in der Wertung SP9 PRO-AM sowie Platz drei in der Fahrerwertung 2026 sicherten sich Patrick Assenheimer, Tobias Müller und Dylan Pereira (#48 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON, Porsche 911 GT3 R EVO), während Alexey Veremenko und ‚SELV‘ (#8 JUTA Racing, Audi R8 LMS GT3 EVO II) den Triumph in der Klasse SP9 AM feierten. „Einfach nur atemberaubend!“: Formel-Talent Mathilda Paatz glänzt beim Nordschleifen-DebütEine besondere Familiengeschichte schrieb beim NLS-Finale Mathilda Paatz. Die mit 18 Jahren jüngste Teilnehmerin im Feld feierte an der Seite ihres Vaters Michael im VW Scirocco R von mathilda racing ihr Langstrecken-Debüt und zeigte sich absolut begeistert: „Es ist etwas ganz anderes als der Formelsport. Mein erster langer Stint war einfach atemberaubend.“ Das gemeinsame Fernziel der Aston-Martin-Juniorin und ihres Vaters ist das 24-Stunden-Rennen in der Grünen Hölle. Teamintern begegnet man sich dabei längst auf Augenhöhe, wie sie mit einem Augenzwinkern verriet: „Er macht das super, zumal er lange nicht mehr selbst gefahren ist und all seine Kraft in mich investiert hat. Dass er mir nun den Traum vom gemeinsamen Rennen erfüllt, ist supercool. Ich hoffe natürlich, dass ich bald noch schneller bin als er – aber fürs erste Rennen war es okay.“ Das Vater-Tochter-Duo beendete das Rennen schließlich auf Platz sechs in ihrer Klasse. Ein starkes Feld und verdiente Champions: Die Saisonbilanz von NLS-Boss Mike JägerFür die Verantwortlichen der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie endet mit dem Finale ein sportlich wie organisatorisch erfolgreiches Jahr. Die Entwicklung zeigt dabei klar nach oben: Nahmen im vergangenen Jahr noch durchschnittlich 112 Fahrzeuge das Zeittraining in Angriff, waren es in dieser Saison starke 123 Boliden pro Lauf. „Wir blicken auf eine rundum gelungene Saison mit richtig gutem Motorsport zurück“, zieht NLS-Geschäftsführer Mike Jäger Bilanz. „Wir haben sowohl in der Gesamtwertung als auch in den weiteren Wertungen absolut würdige Champions gesehen. Wir erleben einen deutlichen Aufwärtstrend der Serie. Nach schwierigeren Phasen stehen wir heute wieder auf einem sehr soliden Fundament. Auf diese positive Entwicklung, unsere neuen Meister und die Arbeit des gesamten Teams können wir stolz sein.“ Winterpause mit Simracing und ein historisches Jubiläumsjahr 2027Bevor die Motoren in der Grünen Hölle jedoch wieder aufheulen, verkürzt die Digitale Nürburgring Langstrecken-Serie (DNLS) die Winterpause. Das offizielle Simracing-Pendant zur NLS startet am 19. Dezember in die neue Saison und bringt die packende Nordschleifen-Action direkt auf die Bildschirme der Fans. Wenn das reale Renngeschehen dann am 20. März 2027 mit dem Saisonauftakt zurückkehrt, stehen die Ampeln für ein absolutes Motorsport-Fest auf Grün: Die Traditionsrennserie feiert ihr 50-jähriges Bestehen – und das zeitgleich mit dem historischen 100. Geburtstag des Nürburgrings. Hinweis: Aufgrund laufender Berufungsverfahren sind die Ergebnisse von NLS9 und NLS10 vorläufig und damit auch der Tabellenstand. Die vorderen Positionen in der Gesamtwertung sind von dem Ausgang der Verfahren jedoch nicht betroffen.

Der große Titelkampf in der Eifel

09.10.2026

Die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie steuert auf ihren großen Showdown zu und zum Saisonabschluss erwartet die Motorsportfans noch einmal ein echtes Spektakel: Am kommenden Samstag, 10. Oktober, steht der zehnte und letzte Lauf auf der legendären Nürburgring-Nordschleife an. Im letzten Vier-Stunden-Rennen der Saison werden die noch 15 Punkte vergeben, und damit fällt die Entscheidung im Titelkampf. Doch auch abseits der Tabellenspitze hat das Event einiges zu bieten. Spannung pur im MeisterschaftskampfIn der Gesamtwertung bahnt sich ein echter Krimi an, denn vor den letzten vier Rennstunden dürfen sich noch drei Fahrerbesatzungen Hoffnungen auf den Titel machen. Angeführt wird die Tabelle vom Trio Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert. Die drei treten für Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels im BMW M240i Racing Cup an und reisen mit den besten Karten in die Eifel. Erste Verfolger auf Rang zwei sind Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg im Porsche 718 Cayman GT4 CS von Smyrlis Racing. Dahinter folgt auf Position drei Alexandru Vasilescu mit 80 Punkten, der im BMW M4 GT4 für AV Racing by BLACK FALCON an den Start geht. Im Vier-Stunden-Rennen bringt ein Klassensieg 15 Punkte, Platz zwei 11 und Platz drei 8 Punkte. Weil in diesem Jahr zwei Rennen nicht gewertet wurden, gibt es keine Streichresultate und alle acht Läufe zählen zur Meisterschaft. Bugane, Fübrich und Markert reisen mit 94 Punkten an. Gewinnen sie ihre Klasse, kommen sie auf 109 Punkte und sichern sich den Titel aus eigener Kraft. Fielenbach und Sandberg können mit einem Klassensieg auf maximal 105 Punkte klettern. Werden Bugane, Fübrich und Markert in diesem Fall Zweite, herrscht mit jeweils 105 Punkten und sechs Klassensiegen absoluter Gleichstand an der Spitze. Dann gibt die im Saisonverlauf höhere durchschnittliche Teilnehmerzahl in der Klasse den Ausschlag, und die spricht dank des stärker besetzten CUP3-Felds für Fielenbach und Sandberg. Reicht es für das Spitzentrio nur zu Platz drei, kommt es auf 102 Punkte und fällt hinter Fielenbach und Sandberg zurück. Auch Vasilescu hat mit seinen 80 Punkten noch eine theoretische Titelchance: Er wird Meister, wenn er seine Klasse gewinnt, Bugane, Fübrich und Markert leer ausgehen und Fielenbach und Sandberg nicht über Platz fünf hinauskommen. Frischer Wind in der SP10Neues gibt es von Lokalmatador Jung Motorsport: Das Team stellt sich mit einem Mercedes-AMG GT4 einer neuen Herausforderung, das Cockpit teilen sich Eugen Weber, Mario Fuchs und Tobias Jung. Jung blickt voller Zuversicht auf das Projekt: „Wir freuen uns schon total auf diesen Schritt. Eugen, dem das Fahrzeug gehört, hat uns angesprochen, ob wir den Einsatz für ihn machen können. Er hat dieses Jahr auch die Permit bei uns gemacht. NLS 10 wird für uns ein Test sein, das Auto soll 2027 dann die ganze Saison laufen.“ Formel-Talent Mathilda Paatz gemeinsam mit Vater Michael am StartEine besondere Geschichte schreibt beim Finale Formel-Nachwuchstalent Mathilda Paatz. Sie geht zum ersten Mal gemeinsam mit ihrem Vater Michael Paatz im VW Scirocco R von mathilda racing an den Start. Mit Geburtsdatum 1. August 2008 ist Mathilda die jüngste Teilnehmerin im gesamten Feld. Ihr Vater hat in der NLS 16 Klassensiege eingefahren und war bis 2023 regelmäßig am Nürburgring unterwegs, bevor er sich ganz darauf konzentrierte, die Karriere seiner Tochter zu fördern. Jetzt teilen sich die beiden das Cockpit. Mathilda, die im NLS-Fahrerlager groß geworden ist, fiebert ihrem Debüt entgegen: „Ich war mit Papa beim 24h-Rennen am Nürburgring und direkt begeistert. Der Formel-Sport hat für mich nach wie vor oberste Priorität. Aber wir haben uns in den Kopf gesetzt, irgendwann gemeinsam das 24h-Rennen zu fahren. Jetzt spule ich meine ersten Kilometer auf der Nordschleife und bin gespannt, wie es laufen wird.“ 21 GT3-Boliden, Comebacks und Premieren im StarterfeldAuch an der Spitze des Feldes gibt es zum Finale hochkarätigen Zuwachs: Gamota Racing bringt neben dem bereits gemeldeten Auto in der Klasse SP9 PRO-AM (Antal Zsigo, Moritz Kranz, David Jahn) einen zweiten BMW M4 GT3 EVO in der SP9 AM an den Start, den sich Antal Zsigo, Csaba Walter und Dennis Fetzer teilen. Nach drei Rennen Pause meldet sich außerdem Konrad Motorsport zurück: Pavel Lefterov, Dimitar Balev und Aleks Stefanov pilotieren den spektakulären Lamborghini Huracán GT3 EVO I in der SP9 PRO-AM. Damit gehen beim Finale insgesamt 21 GT3-Fahrzeuge auf Siegjagd. Auch sonst gibt es neue Autos und Gesichter im Starterfeld, etwa in der Klasse BMW 325i: Dort teilen sich Alex Wright und Jonathan Sharp die Startnummer 122 von Keeevin Motorsport. In derselben Klasse bestreitet Luca Alpert, DNLS-Champion der Saison 2024/2025, sein allererstes NLS-Rennen. Er fährt gemeinsam mit Christopher Gruber im BMW von Eifelkind Racing. Entscheidungen in den SonderwertungenIn der Junior-Trophäe liegen Benjamin Koslowski und Raphael Rennhofer mit jeweils 63 Punkten gleichauf an der Spitze. Kleines Detail am Rande: Rennhofer hat in der virtuellen DNLS-Saison 2024/2025 gemeinsam mit NLS-Debütant Alpert den Titel geholt. In der Gentleman-Trophäe hat Alexandru Vasilescu mit 80 Punkten die Nase vorn, dahinter folgen ‚Russ Turner‘ (70 Punkte) und Mike Stursberg (61 Punkte). In der Ladies-Trophäe geht Flavia Pellegrino Fernandes mit 37 Zählern als Spitzenreiterin ins Saisonfinale. Tickets für das Saisonfinale kosten 25 Euro und sind hier sowie an den Tageskassen erhältlich, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. Im Ticket enthalten ist der Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, zu den beliebten Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten sowie zu Fahrerlager, Boxengasse und Startaufstellung. Auf dem Programm steht ein voller Nordschleifen-Tag: Das Zeittraining läuft am Samstagmorgen von 08:30 bis 10:00 Uhr. Danach können Fans beim Pitwalk ab 10:20 Uhr in der Boxengasse und beim Gridwalk ab 11:10 Uhr in der Startaufstellung die Fahrzeuge und ihre Fahrer aus nächster Nähe erleben. Um 12:00 Uhr fällt dann der Startschuss zum vierstündigen Finalrennen. Wer nicht vor Ort sein kann, schaltet ab 08:15 Uhr den offiziellen Livestream ein oder hört bei „Radio Nürburgring“ auf rpr1.de und in der RPR1-App rein.

Nürburgring gibt Ausblick auf den Jahreskalender 2027

08.10.2026

Der Nürburgring steuert auf ein besonderes Jahr zu: 2027 feiert die legendäre Rennstrecke ihren 100. Geburtstag. Rund um dieses Jubiläum erwartet die Besucher ein vielseitiger Veranstaltungskalender, der die gesamte Bandbreite des Nürburgrings abbildet. Große Motorsport-Highlights auf Nordschleife und Grand-Prix-Strecke treffen auf ein abwechslungsreiches Programm aus Indoor-Events, Unterhaltung, Musik, sportlichen Herausforderungen und Erlebnissen für die ganze Familie. Ein besonderer Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird das „100 Jahre Nürburgring – Fan Event" am 19. und 20. Juni. Am 19. und 20. Juni 2027 steht der Nürburgring ganz im Zeichen seines 100. Geburtstags. Beim großen Fan Event sind Nürburgring- und Motorsportfans ebenso eingeladen wie Familien und Menschen aus der Region. Motorsport aus verschiedenen Epochen, Action auf und neben der Strecke sowie zahlreiche Mitmachangebote machen die Geschichte und Gegenwart des Nürburgrings erlebbar. Dabei geht es nicht nur um den Blick zurück auf 100 bewegte Jahre, sondern vor allem um ein gemeinsames Wochenende an einem Ort, der seit Generationen Menschen begeistert und verbindet. Große Motorsport-Bühne im JubiläumsjahrNatürlich bleibt der Motorsport auch im Jubiläumsjahr das Herzstück des Veranstaltungskalenders. Auf der Nordschleife sorgen die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS), die Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) und die Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) über die gesamte Saison für Rennaction. Der Saisonhöhepunkt vom 27. bis 30. Mai: Bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring wird die Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Strecke erneut zur Bühne für eines der größten Motorsport-Ereignisse des Jahres. Auch auf der Grand-Prix-Strecke wartet ein hochkarätiges Programm. Der Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix bringt vom 09. bis 11. Juli Racetrucks, Festivalatmosphäre und ein vielseitiges Rahmenprogramm in die Eifel. Im August folgen gleich zwei weitere große Motorsport-Wochenenden: Zunächst gastiert die DTM vom 20. bis 22. August am Nürburgring, eine Woche später folgt vom 27. bis 29. August die GT World Challenge Powered by AWS. Motorsportgeschichte auf der RennstreckePassend zum 100-jährigen Jubiläum spielt auch die Historie im Veranstaltungskalender eine besondere Rolle. Vom 11. bis 13. Juni bringt die ADAC Nürburgring Classic Rennfahrzeuge aus verschiedenen Epochen zurück auf die Strecke. Das Eifelrennen am 31. Juli und 01. August knüpft ebenfalls an die lange Motorsporttradition des Nürburgrings an. Vom 13. bis 15. August folgt mit dem BELMOT Oldtimer-Grand-Prix einer der traditionsreichsten Klassiker-Termine. Das ADAC 1000 km Rennen vom 17. bis 19. September ergänzt das Programm der historischen Motorsport-Veranstaltungen im Spätsommer. Rock am Ring und große Unterhaltung in der ring°arenaDass der Nürburgring weit mehr als Motorsport bietet, zeigt der Veranstaltungskalender 2027 ebenfalls eindrucksvoll. An der Spitze steht eines der größten Musikfestivals Deutschlands: Vom 04. bis 06. Juni verwandelt Rock am Ring das Gelände erneut in eine riesige Festivalstadt und bringt zehntausende Musikfans in die Eifel. Auch unter Indoor wird es abwechslungsreich. Während Sport-Fans bei der Darts am Ring Gala am 13. März mitfiebern, dürfen sich Comedy-Fans am 12. Juni auf Bülent Ceylan freuen. Weitere sportliche Highlights gibt es unter anderem beim internationalen Karate-Turnier Rhein Shiai, bei der Deutschen Meisterschaft im Taekwondo sowie bei mehreren Cheerleading-Wettbewerben, die auch 2027 mit Sport, Akrobatik und Show für besondere Bilder in der ring°arena sorgen. Von Rad am Ring bis XLETIX: sportliche Herausforderungen meisternNicht nur zuschauen, sondern selbst aktiv werden: Auch dafür bietet der Nürburgring im Jubiläumsjahr zahlreiche Möglichkeiten. Vom 23. bis 25. Juli gehört die Nordschleife bei Rad am Ring wieder den Radsportlern. Die anspruchsvolle Strecke wird für tausende Teilnehmer zum ultimativen Härtetest. Eine ganz andere Herausforderung wartet vom 25. bis 26. September bei der XLETIX Challenge. Hindernisse, Schlamm und Teamgeist stehen beim Hindernislauf im Mittelpunkt. Bei XLETIX Kids können sich dabei auch die jüngeren Teilnehmer auf ihr eigenes Abenteuer freuen. Angebote für die ganze FamilieFamilien spielen im Veranstaltungskalender 2027 ebenfalls eine wichtige Rolle. Viele der großen Events bieten bereits ein familienfreundliches Rahmenprogramm. Ergänzt wird das Angebot durch weitere Aktivitäten und Erlebnisse rund um den Nürburgring, die Besucher aller Generationen in die Eifel locken und Raum für gemeinsame Erlebnisse schaffen. Damit verbindet der Nürburgring in seinem 100. Jahr einmal mehr das, was den Standort auszeichnet: Motorsport und Geschichte, Musik und Entertainment, sportliche Herausforderungen und Erlebnisse für die ganze Familie. Der Veranstaltungskalender 2027 macht das Jubiläumsjahr damit auf und abseits der Rennstrecke erlebbar. Die Veranstaltungen 2027 im Überblick

Oktober-Highlights am Nürburgring

29.09.2026

Im Oktober fällt so einiges in der Eifel: Das bunte Herbstlaub von den Bäumen, nachts die Temperaturen – und auf dem Asphalt die Meisterschafts-entscheidungen. Im goldenen Oktober lohnt sich der Besuch der legendären Rennstrecke also nochmals besonders. Während auf dem Asphalt beim Saisonfinale der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie (10. Oktober), dem European TimeAttack Masters (11. Oktober), der ADAC Westfalen Trophy (16. bis 18. Oktober) und dem ADAC RGB Saisonfinale (03. & 04. Oktober) Rennwagen aller Couleur zu bestaunen sind, gehört der ring°boulevard beim Nürburgring Familientag (25. Oktober) ganz den vielen strahlenden Kinderaugen. Inzwischen traditionell läuten außerdem die Green Hell Driving Days (02. bis 04. Oktober) den Herbst des Touristenfahrer-Jahres auf der Nordschleife ein.  Das sind die Nürburgring-Highlights im Oktober: Green Hell Driving Days | 02. bis 04. Oktober 2026Die zweiten Green Hell Driving Days des Jahres stehen an. Und sie läuten inzwischen traditionell den Herbst des Touristenfahrer-Jahres ein – auf der Nordschleife drei Tage am Stück, von Freitag bis Sonntag, durchgehend von 08:00 bis 19:00 Uhr. Die Grand-Prix-Strecke ist für die Touristenfahrten am Freitag, 2. Oktober ebenfalls ganztags geöffnet. Bis zu elf Stunden Fahrfreude pro Tag bieten ausgiebig Gelegenheit, die legendären Rennstrecken des Nürburgrings unter die eigenen Räder zu nehmen. Eine Runde auf der Nordschleife bzw. ein 15-Minuten-Stint auf der Grand-Prix-Strecke kostet wie gewohnt 35,00 Euro. Das Guthaben für die Fahrten kann online sowie vor Ort erworben werden. Noch bis Mitte November öffnen sich dieses Jahr die Schranken zur Nordschleife. Der letzte geplante Termin ist Sonntag, 15. November. ADAC RGB Saisonfinale | 03. bis 04. Oktober 2026 Das ADAC RGB Saisonfinale versammelt seit Jahrzehnten packenden Breitensport mit außergewöhnlichen Starterfeldern am Nürburgring – von altbekannten Tourenwagen über die kleinen Lieblinge beim Kampf der Zwerge bis hin zur Youngtimer Trophy. Alle Tickets beinhalten den Zugang zum Fahrerlager, wo Einblicke hinter die Kulissen der Teams und echte Benzingespräche garantiert sind. Tagestickets für Erwachsene kosten an der Tageskasse 28,00 Euro, Jugendliche (13–18 Jahre) zahlen 17,00 Euro und Kinder bis einschließlich 12 Jahre genießen freien Eintritt.  ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie | 10. OktoberDas Saisonfinale einer erfolgreichen Saison der Nürburgring Langstrecken-Serie steht an: Verstappen-Hype im Frühjahr, konstant volle Starterfelder und stets großartiges Racing auf der schönsten Rennstrecke der Welt. Am zweiten Oktober-Wochenende (10. Oktober) tritt die Haus- und Hofserie auf der Nordschleife zu ihrem finalen Wertungslauf in 2026 an. Vier Stunden geht es für die Rennwagen – darunter zahlreiche GT-Wagen und Tourenwagen – durch die Grüne Hölle. Das Ziel ist der letzte Sieg des Jahres – aber vor allem um die begehrte Meisterschaftskrone. Gerade einmal vier Punkte trennen die beiden führenden Teams in der Gesamtwertung: Das Trio Bugane/Fübrich/Markert im BMW M240i und das Duo Fielenbach/Sandberg im Cup 3-Porsche, einem 718 Cayman GT4 CS. Ein Meisterschaftskrimi bis zur letzten Kurve bahnt sich an. Und mit einem Ticket für faire 25,00 Euro kann jeder hautnah dabei sein. Besucher erhalten damit Zugang zu den Tribünen, dem Fahrerlager sowie in die Startaufstellung vor dem Rennstart. Kinder bis 14 Jahre kommen sogar kostenlos in den Motorsport-Genuss. Exklusive VIP-Erlebnisse inklusive Catering, Vor-Ort-Betreuung und geführter Bustour unmittelbar vor dem Rennen bietet der Nürburgring ebenfalls an. European TimeAttack Masters & Tuning Masters | 11. Oktober 2026 Einen Tag nach dem NLS-Finale kommt es auf der Grand-Prix-Strecke zum Showdown der europäischen Tuningszene. Bei den European TimeAttack Masters treten Europas beste Zeitfahrer gegeneinander an, um im Kampf gegen die Uhr die Schnellsten ihrer jeweiligen Fahrzeugklassen zu ermitteln. Parallel dazu steigen das German TimeAttack Masters und das Tuning Masters. Zuschauer dürfen sich auf ein vollgepacktes Fahrerlager, brüllende Motoren und ein buntes Rahmenprogramm mit Freier Tracktime, Leistungsprüfstand, spektakulären Drift-Shows und einem glänzenden Tuning-Contest freuen. Tagestickets erhalten Besucher für 20,00 Euro.  ADAC Westfalen Trophy | 16. bis 18. Oktober 2026Mitte des Monats zeigt die ADAC Westfalen Trophy als Finalwochenende des ADAC Racing Weekends noch einmal die volle Bandbreite des modernen wie historischen Rundstreckensports auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings. Mit Rennserien wie der Spezial Tourenwagen Trophy (STT), in der GT- und Tourenwagen aufeinandertreffen, dem ADAC Tourenwagen Junior Cup, der Porsche Club Historic Challenge, der Triumph Competition sowie dem Belcar Historic Cup ist den ganzen Tag Action auf dem Asphalt garantiert. Tagestickets sind bereits ab 10,00 Euro (Freitag) und 20,00 Euro (Samstag/Sonntag) zu haben, das Wochenendticket kostet ebenfalls familienfreundliche 28,00 Euro (Kinder bis 12 Jahre frei). Nürburgring Familientag | 25. Oktober 2026Am letzten Oktober-Wochenende wird der Nürburgring wieder zum großen Abenteuerspielplatz für Groß und Klein. Von 10:00 bis 17:00 Uhr lockt der Familientag mit einem vielfältigen Programm in den ring°boulevard und ins ring°carré: Wetterunabhängig, kostenlos und kunterbunt. In den weitläufigen Indoor-Locations rund um die Start- und Zielgerade warten erneut eine große Flaniermeile und Mitmach-Angebote darauf, entdeckt zu werden. Auf der großen RPR1.-Bühne sorgen das Nürburgring Maskottchen Legend und seine Maskottchen-Freunde, Mitmach-Musiker Uwe Reetz, Fußballartist Jannik Freestyle, ein Zauberer-Trio sowie mitreißendes Cheerleading für Unterhaltung. Außerdem lassen Probesitzen im echten Formelrennwagen, Motorrad-Shows, Kartslalom, Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sowie Hüpfburgen, Glücksräder und Co. die Herzen von Kindern und Erwachsenen höherschlagen. Die Nürburgring-Highlights im Oktober 2026: 02. – 04. Oktober: Green Hell Driving Days  03. – 04. Oktober: ADAC RGB Saisonfinale 10. Oktober: ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie 11. Oktober: European TimeAttack Masters & Tuning Masters  16. – 18. Oktober: ADAC Westfalen Trophy  24. Oktober: RCN / GLP 25. Oktober: Nürburgring Familientag 

Falken Motorsports schlägt eindrucksvoll zurück

13.09.2026

Nach dem hauchdünnen Fotofinish vom Vortag schlug Falken Motorsports beim 66. ADAC ACAS Cup (NLS9) am Sonntag zurück. Bei teils schwierigen Wetterbedingungen feierten Tim Heinemann und Morris Schuring im Porsche 911 GT3 R von der Pole-Position aus gestartet den Gesamtsieg. Direkt dahinter sicherten Nico Menzel und Flynt Schuring im Schwesterauto einen überlegenen Doppelerfolg für das Team von Sven Schnabel. Das rein von Porsche dominierte Podium komplettierten Patrick Assenheimer, Tobias Müller und Dylan Pereira im Porsche 911 GT3 R EVO von 48 LOSCH Motorsport by Black Falcon (#48), die sich trotz Turbulenzen den Sieg in der SP9 Pro-Am sicherten. Hauchdünnes Zeittraining und StartgetümmelSchon im Zeittraining schenkten sich die Piloten nichts. Polesitter Heinemann schwärmte nach dem Qualifying von einer „perfekten Runde“, wie man sie im Motorsport nur selten erlebt. Die Konkurrenz saß ihm jedoch dicht auf den Fersen: Tobias Müller lag im Black-Falcon-Porsche nur winzige 0,020 Sekunden zurück. Die ersten vier Autos lagen innerhalb von 00.460 Sekudnen. Beim fliegenden Start krachte es sogleich in der AMG-Arena: Vortagessieger Ugo de Wilde (Schubert-BMW) versuchte sich innen an Nico Menzel vorbeizudrücken. Nach einer leichten Berührung musste Menzel aufmachen, ehe der BMW kurz darauf auch noch von ‚Daan Arrow‘ getroffen wurde und weit zurückfiel. In Runde acht endete der Arbeitstag für den Schubert-BMW nach einem Einschlag im Brünnchen schließlich vorzeitig. Reifen-Gamble, Schreckmomente und wilde DreherAls in der Eifel der Regen einsetzte, entwickelte sich ein nervenaufreibendes Strategie-Roulette zwischen Slicks und Regenreifen. Für das Trio von Black Falcon wurde das Rennen zur absoluten Achterbahnfahrt: Erst übersah Tobias Müller eine Code-60-Tafel und fuhr auf den VW Golf GTI von Thomas Schönfeld auf, was eine verbogene Felge und eine spätere Durchfahrtsstrafe nach sich zog. Wenig später folgte der Schreckmoment des Tages, als Müller sich in der ultraschnellen „Mut-Kurve“ auf nasser Piste drehte – und das Auto wundersam ohne die Streckengrenzung zu berühren abfing. „Der Dreher, die Durchfahrtsstrafe und so weiter – ich glaube, wir können superstolz sein, dass wir hier auf dem Gesamtpodium stehen“, schnaufte Müller im Ziel erleichtert durch. Patrick Assenheimer ergänzte zur Taktik: „Wir haben es ganz gut regeln können, indem wir dann früher gestoppt haben, wo die Bedingungen einfach zu schlecht wurden für Slicks.“ Aufholjagd im Regenguss und Schuring-FamilienfestAn der Spitze entbrannte derweil ein brüderlicher Schlagabtausch: Morris Schuring führte das Feld zeitweise vor seinem jüngeren Bruder Flynt an. Für GT3-Debütant Flynt war es eine echte Feuertaufe: „Mein erstes Wochenende im GT3, das noch auf der Nordschleife und dann in so einem Rennen mit Slicks im Regen – es war super schwierig, aber ich bin mega froh.“ An der Boxengasse verfolgte Vater Gerwin Schuring – einst selbst Gesamtsieger auf dem Nürburgring – stolz den Doppelerfolg seiner Söhne. Sieger Morris Schuring strahlte nach dem Zieldurchlauf: „Ich war schon froh, in der Boxengasse zuzuschauen, aber ich habe auch immer Vertrauen in Tim gehabt. Das fühlt sich alles so normal an, aber wahrscheinlich gucken wir in zwei oder drei Wochen zurück und denken: Das war eigentlich schon geil.“ „Motorboot fahren“ in der Eifel und die Helden des TagesIn den letzten Runden verwandelte sich die Strecke in eine Seenplatte. Breidscheid, Fuchsröhre und Schwedenkreuz wurden zur Rutschbahn. „Aufregend ist sehr, sehr untertrieben“, berichtete Sieger Heinemann. „Ich habe noch nie so schlechte Bedingungen erlebt wie heute. Aquaplaning jede Kurve, jede Gerade. Ich bin wirklich froh, dass wir da unbeschadet durchgekommen sind.“ Auch der Zweitplatzierte Menzel schnaufte durch: „Am Ende jetzt war es fast wie Motorboot fahren. So viel Aquaplaning, die eine oder andere Herzattacke war dabei, aber das haben wir ganz gut gemanagt.“ Die Trophäe „Fahrers des Tages“ ging an Moritz Oberheim (#962 AVIA W&S Motorsport). Nachdem er am Samstag nach einem Trainingsunfall tatenlos zusehen musste, feierte er am Sonntag mit Pole-Position, Start-Ziel-Sieg in der CUP 3 und der Auszeichnung der ILN, Rennleitung und der TV-Moderatoren eine triumphale Rückkehr: „Es bedeutet mir sehr, sehr viel. Ich weiß, dass hier viele gute Fahrer unterwegs sind. Heute war tatsächlich ein guter Tag – es ist mir eine Ehre, diese Trophäe entgegenzunehmen.“ Titelkampf vertagt: Erste Nullnummer für die SpitzenreiterHochdramatisch entwickelte sich das Rennen auch mit Blick auf die NLS-Gesamtwertung: Das bis dato unangefochten führende Adrenalin-Trio Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert musste den BMW M240i mit einem technischen Defekt vorzeitig abstellen und abgeschleppt werden – für die Tabellenführer war es die allererste Nullnummer in diesem Jahr. Die Verfolger nutzten die Gunst der Stunde: Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg verpassten im Porsche 718 Cayman GT4 CS zwar den Klassensieg in der CUP3 an Moritz Oberheim und Lorenz Stegmann, sammelten mit dem zweiten Platz aber wertvolle Zähler. Dadurch rücken Fielenbach/Sandberg bis auf vier Punkte an die Tabellenspitze heran. Auch in der Produktionswagen-Trophäe 2026 hat sich das Blatt nach dem intensiven Double Header gewendet: Piet-Jan Ooms und Ionuc Catalin Timis im Toyota Supra (SRS Team Sorg Rennsport) sowie das Trio Philipp Leisen, Philipp Stahlschmidt und Daniel Zils im BMW 330i (Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels) waren punktgleich in der Klasse VT2-RWD in die Eifel gereist. Nach hart umkämpften Duellen an beiden Renntagen krönten Ooms und Timis ihr Wochenende schließlich am Sonntag mit dem Klassensieg direkt vor ihren Adrenalin-Rivalen, die sich mit Rang zwei begnügen mussten. Durch diesen Erfolg übernimmt das Sorg-Duo die alleinige Tabellenführung in der Produktionswagen-Trophäe und reist nun ebenfalls mit vier Punkten Vorsprung zum großen Saisonfinale im Oktober. Die Entscheidung um die NLS-Krone fällt somit erst beim großen Finale am 10. Oktober 2026. Bei der 2. NLS Sportwarte-Trophy (4h) wird der allerletzte Sieg der Saison ausgefahren – und der neue Meister gekrönt. Fans sollten sich das Saisonfinale nicht entgehen lassen: Tickets für den entscheidenden Renntag sind ab 25 Euro (Kinder bis einschließlich 14 Jahre frei) auf VLN.de/tickets sowie an den Tageskassen erhältlich und beinhalten gewohnt den Zugang zu Tribünen, Fahrerlager, Boxengasse, Gridwalk sowie den beliebten Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten.

Schubert Motorsport gewinnt Fotofinish bei NLS8

12.09.2026

Das 65. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen bot den Fans an der Nürburgring-Nordschleife vier Stunden lang erstklassigen Langstreckensport und ein hochdramatisches Finale: Nach 27 absolvierten Runden sicherte sich Schubert Motorsport den Gesamtsieg beim achten Lauf der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie. Jens Klingmann, Jordan Pepper und Ugo de Wilde überquerten die Ziellinie im BMW M4 GT3 EVO mit einem hauchdünnen Vorsprung von lediglich 0,308 Sekunden. Knapp dahinter belegten Tim Heinemann und Morris Schuring im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports den zweiten Rang. Einen historischen dritten Platz auf dem Gesamtsiegerpodest holten sich Dominik und Marcel Fugel zusammen mit Benjamin Leuchter für Max Kruse Racing im Audi R8 LMS GT3 EVO II. Das Trio feierte damit nicht nur den unangefochtenen Klassensieg in der AT 1, sondern trug sich als erste Mannschaft überhaupt in die Geschichtsbücher ein, die mit einem GT3-Fahrzeug und E20-Kraftstoff einen Podestplatz in der Gesamtwertung erzielte. Im Zeittraining unterstrich das Feld das hohe Leistungsniveau der Serie. Die ersten zwölf Fahrzeuge lagen innerhalb von gerade einmal zehn Sekunden. Die Pole-Position sicherte sich das Trio Antal Zsigo, Moritz Kranz und David Jahn im BMW M4 GT3 EVO von Gamota Racing mit einer Rundenzeit von 7:53.343 Minuten. Eine Rückversetzung verkraften musste dagegen das Team Dunlop Motorsport: Nico Menzel und Flynt Schuring wurden nach einer Kollision in der Anfangsphase des Trainings von der achten Startposition auf den elften Rang zurückgestuft, zeigten im Rennen jedoch eine eindrucksvolle Aufholjagd bis auf den fünften Gesamtrang hinter dem viertplatzierten Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team RAVENOL. Taktische Boxenstopps und wechselnde SpitzenreiterDer Tagessieg war über die 27 Umläufe hinweg hart umkämpft. Direkt nach dem Start übernahm Pepper im Schubert-BMW in der AMG-Arena die Führung von den Polesittern. In den ersten Runden lieferten sich der Schubert-BMW und der Gamota-BMW an der Spitze sehenswerte Positionskämpfe – inklusive eines mutigen Überholmanövers am Schwedenkreuz. Durch unterschiedlich getaktete Boxenstopp-Strategien wechselte die Gesamtführung im Rennverlauf mehrfach. Der später drittplatzierte Audi R8 von Max Kruse Racing nutzte ein längeres erstes und drittes Stint-Fenster und führte das Gesamtfeld zeitweise an. Benjamin Leuchter ordnete die historische Bedeutung des Erfolgs im Ziel ein: „Für uns ist das riesig. Wir sind das erste AT-GT3-Auto auf dem Gesamtpodium in einem Feld mit 27 GT3-Autos. Das macht uns sehr stolz und ich bin einfach glücklich, dass der Knoten jetzt geplatzt ist und wir auch mal kein Pech hatten.“ Auch die Teamkollegen Marcel und Dominik Fugel zeigten sich begeistert über die Leistung der Mannschaft, die allen Rückschlägen der Saison zum Trotz den Audi perfekt vorbereitet hatte: „Wir haben heute alle drei wirklich abgeliefert. Dafür, dass wir das gar nicht hauptberuflich machen, war das gar nicht so schlecht.“ Falken Motorsports übernahm nach der ersten Boxenstoppphase die Spitze und lag auch später erneut ganz vorne. Morris Schuring blickte auf das enge Duell zurück: „Das war cooles Racing. Ich hatte beim Überrunden ein bisschen Pech mit einem Aston Martin, was vielleicht den Ausschlag gegeben hat, aber es hat riesigen Spaß gemacht.“ Tim Heinemann zog ebenfalls ein positives Fazit: „Das war genau das, was die Fans sehen wollen: enges, hartes Racing. Am Ende hat es für uns leider nicht ganz gereicht, aber wir sind trotzdem zufrieden.“ Für Turbulenzen in der Anfangsphase sorgte eine Kollision in der AMG-Arena zwischen dem Ford Mustang GT3 vom Haupt Racing Team (Vincent Kolb / Frank Stippler) und dem Porsche 911 GT3 R vom BLACK FALCON Team EAE (Daan Arrow / Mustafa Mehmet Kaya / Mike Stursberg). Trotz eines Drehers kämpfte sich das BLACK FALCON Team EAE zurück und sicherte sich souverän den Klassensieg in der SP9 Am (Gesamtrang elf). Der Mustang schied vorzeitig aus. Den Sieg in der SP9 Pro-Am feierte 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON mit Patrick Assenheimer, Tobias Müller und Dylan Pereira im Porsche 911 GT3 R EVO auf Gesamtrang sechs. Das Rennen um den Gesamtsieg entschied sich nach dem letzten Boxenstopp, als Schubert Motorsport in Runde 24 wieder die Spitze übernahm. In den verbleibenden Umläufen setzten Heinemann und Schuring den führenden BMW unter Dauerdruck und blieben Stoßstange an Stoßstange. Schubert Motorsport verteidigte die Linie jedoch fehlerfrei und überquerte nach vier Stunden mit 0,308 Sekunden Vorsprung die Ziellinie. Sieger Jens Klingmann resümierte freudestrahlend: „Das war wirklich Motorsport vom Feinsten – genau das, was wir uns als Fahrer wünschen und die Fans sehen wollen. Bei NLS6 haben wir noch mit zwei Zehnteln Rückstand verloren, heute haben wir gewonnen. Auf der Döttinger Höhe hatte ich schon das Gefühl, es reicht, aber durch Überrundungs-verkehr wurde es noch einmal richtig eng. Umso schöner, dass es am Ende gereicht hat.“ Das Team aus Oschersleben hatte am Samstag übrigens doppelt Grund zu feiern: Auf dem Sachsenring entschied Marco Wittmann im BMW M4 GT3 das erste DTM-Rennen für sich. Wimpernschlag-Finish in der BMW M2-Klasse und Erfolge in den MarkenpokalenNicht nur an der Spitze des Feldes sorgte ein Fotofinish für Herzrasen: Ein nahezu identisch dramatisches Ende erlebten die Zuschauer in der Klasse BMW M2. Nach vier Stunden Renndistanz setzte sich Ranko Mijatovic für Hofor Racing by Bonk Motorsport im BMW M2 Racing mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,352 Sekunden gegen das Duo Marc David Müller und Henrik Seibel durch. In der stark besetzten Klasse CUP2 (Porsche 911 GT3 Cup) dominierte das BLACK FALCON Team ZIMMERMANN: Alexander Hardt, 'Benjamin Hites' und Benjamin Koslowski fuhren auf einem hervorragenden 13. Gesamtrang zum Klassensieg. Titelkampf bleibt hochdramatisch: Gleichschritt an der TabellenspitzeIm Kampf um die Gesamtwertung der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie schenkten sich die Top-Favoriten nichts. Das führende Trio Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert im BMW M240i Racing Cup für das Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels setzte seine makellose Serie fort und feierte den nächsten Klassensieg. Doch auch die direkten Verfolger im Titelrennen gaben sich keine Blöße: Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg entschieden für Smyrlis Racing im Porsche 718 Cayman GT4 CS die Klasse CUP3 für sich. Da beide Titelanwärter die volle Punkteausbeute einfuhren, bleibt der Stand an der Tabellenspitze unverändert. Es geht Schlag auf Schlag weiterViel Zeit zum Durchatmen haben die Teams und Piloten nicht: Bereits am morgigen Sonntag geht es beim 66. ADAC ACAS Cup in die nächste Runde. Für Fans vor Ort bietet auch der Sonntag wieder volle Nordschleifen-Action. Tickets sind für 25 Euro pro Tag (Kinder bis einschließlich 14 Jahre frei) unter VLN.de/tickets sowie an den Tageskassen erhältlich und beinhalten den Zugang zu Tribünen, Fahrerlager, Boxengasse, Startaufstellung sowie den Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten. Der Zeitplan ist identisch: Das Zeittraining startet um 08:30 Uhr, gefolgt vom Pitwalk (10:20 Uhr) und Gridwalk (11:10 Uhr), bevor um 12:00 Uhr das vierstündige Rennen freigegeben wird. Daheimgebliebene verfolgen das Geschehen ab 08:15 Uhr im Livestream auf VLN.de sowie über „Radio Nürburgring“ auf rpr1.de und in der RPR1-App.

Action im Doppelpack: Die NLS läutet mit zwei 4h-Rennen den Saison-Endspurt ein

10.09.2026

Die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie biegt auf die Zielgerade ein und hält für Motorsportfans ein ganz besonderes Highlight bereit: Am kommenden Wochenende (12. und 13. September) steht ein actiongeladener Double-Header auf der legendären Nordschleife an. Wenn sich der beginnende Spätsommer über die Eifelwälder legt, geht es in den Rennen acht und neun ans Eingemachte. Mit dem 65. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen am Samstag und dem 66. ADAC ACAS Cup am Sonntag warten gleich zwei Vier-Stunden-Rennen auf die Piloten, die den Titelkampf maßgeblich beeinflussen können. Tickets für das Motorsport-Fest sind ab 25 Euro pro Tag unter VLN.de/tickets erhältlich, Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. Wer das doppelte Renngeschehen nicht hautnah vor Ort verfolgen kann, ist an beiden Tagen ab 08:15 Uhr (Rennstart jeweils um 12 Uhr) im kostenlosen Livestream auf VLN.de bestens aufgehoben. Für die emotionalste Geschichte im Fahrerlager sorgt der Niederländer Loek Hartog. Erst vor wenigen Tagen wurde der 23-jährige Pilot beim Rennen der China GT in Shanghai zum international gefeierten Helden. Als das Fahrzeug seines Konkurrenten Ollie Millroy nach einem Crash in Flammen stand, zögerte Hartog keine Sekunde. Er blieb an der Unfallstelle stehen, schnappte sich einen Feuerlöscher und half dabei, den verletzten Briten aus dem brennenden Wrack zu befreien. Nach dieser mutigen Rettungstat steht für den Holländer nun wieder der sportliche Wettbewerb im Fokus. In der Eifel greift Hartog am Wochenende für das Team Dinamic GT ins Lenkrad und teilt sich das Cockpit des Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 54 mit dem Dänen Michael Klitgaard Christensen. Prominenz und geballte Power im Kampf um den Gesamtsieg Das Starterfeld für den Schlussspurt der Meisterschaft präsentiert sich mit 136 gemeldeten Fahrzeugen von 14 verschiedenen Marken äußerst stark und abwechslungsreich. Besonders in den Top-Kategorien erwartet die Zuschauer ein extrem dichtes Leistungsniveau: Zu den 22 reinrassigen GT3-Boliden der Klasse SP9 stoßen vier hochkarätige Fahrzeuge aus der Klasse AT 1 für alternative Treibstoffe hinzu. Da diese technisch und von den Rundenzeiten her auf demselben Niveau operieren, schraubt sich die Zahl der Anwärter auf den Gesamtsieg auf 26 Fahrzeuge hoch. Die Königsklasse besticht dabei durch eine enorme Markenvielfalt – gleich sieben Hersteller (Porsche, Audi, BMW, Mercedes-AMG, Aston Martin, Ford und Lamborghini) kämpfen in der Eifel um den Gesamtsieg. Dementsprechend hochkarätig ist das Feld besetzt: Neben Schubert Motorsport (BMW M4 GT3 EVO) oder dem Haupt Racing Team mit dem Ford Mustang GT3 greift das Team KCMG im Mercedes-AMG GT3 mit Le-Mans-Sieger Kamui Kobayashi an. Hinzu kommen Top-Teams wie Falken Motorsports und Dinamic GT auf Porsche, Walkenhorst und PROsport mit Aston Martin sowie Renazzo Motorsport, die einen Lamborghini einsetzen. Für zusätzliche Würze sorgt Max Kruse Racing: Das Team rund um den Ex-Fußball-Nationalspieler bringt nicht nur einen VW Golf GTI für den Kicker selbst mit, sondern schickt in der AT 1 gleich drei Audi R8 LMS GT3 ins Rennen. Doppelte Punkteausbeute: Der Titelkampf spitzt sich zu Durch die beiden direkt aufeinanderfolgenden Rennen steht für die Titelkandidaten an diesem Wochenende viel auf dem Spiel – zumal in dieser Saison alle Läufe ohne Streichresultate in die Wertung eingehen und jeder Punkt im Titelkampf zählt. In der Gesamtwertung steht das Trio Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert mit 79 Punkten an der Tabellenspitze. Die drei Piloten gehen für das Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels im BMW M240i Racing Cup an den Start und haben in ihrer Klasse bislang eine makellose Bilanz vorgelegt: Sie konnten alle bisherigen Saisonrennen für sich entscheiden. Ihre engsten Verfolger sind Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg auf Rang zwei mit 64 Punkten, die im Porsche 718 Cayman GT4 CS für Smyrlis Racing antreten. Das Duo musste in diesem Jahr einen schmerzhaften Ausfall verzeichnen und liegt dadurch zurück, lauert aber auf seine Chance. Dicht dahinter folgt das PROsport racing Trio Anton Abée, Yannik Himmels und Jörg Viebahn (Mercedes-AMG GT4) mit 56 Zählern auf Position drei. In der prestigeträchtigen NLS Speed-Trophäe diktiert Schubert Motorsport das Tempo und führt mit souveränen 121 Punkten im BMW M4 GT3 Evo deutlich vor der Mannschaft 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON (Porsche 911 GT3 R Evo), die 75 Punkte auf dem Konto hat. Das Mercedes-AMG Team Ravenol hält im Mercedes-AMG GT3 mit 60 Zählern aktuell den dritten Rang. Auch bei den Nachwuchstalenten in der Junior-Trophäe wird hart gekämpft: Hier hat sich Raphael Rennhofer (Team LIQUI MOLY by BLACK FALCON, Porsche 911 GT3 Cup) mit 55 Punkten leicht von Tim Lukas Müller abgesetzt, der 45 Punkte vorweisen kann, seine Saison jedoch vorzeitig beendet hat. Dahinter formiert sich ein Verfolgerfeld mit jeweils 40 Punkten um Ryan Harrison, Leon Wassertheurer und Santiago Baztarrica. Da sich Harrison und Wassertheurer allerdings das Cockpit des Cup-Porsche direkt mit Spitzenreiter Rennhofer teilen, können sie im direkten Duell keine Punkte auf ihn gutmachen. Die besten Karten für eine Aufholjagd hat daher Santiago Baztarrica (Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels, BMW M2 Racing): Als einziger aktiv ins Lenkrad greifender Verfolger kann der Argentinier beim Double-Header eigenständig Boden im Titelkampf gutmachen. Tickets kosten 25 Euro pro Tag (Kinder bis einschließlich 14 Jahre sind kostenfrei) und sind unter VLN.de/tickets sowie an den Tageskassen erhältlich. Das Ticket beinhaltet den uneingeschränkten Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, zu den beliebten Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten sowie zum Fahrerlager, der Boxengasse und der Startaufstellung. Der Zeitplan bietet an beiden Tagen geballte Nordschleifen-Action. Das Zeittraining findet am Samstag- und Sonntagmorgen jeweils von 08:30 bis 10:00 Uhr statt. Anschließend haben Fans beim Pitwalk ab 10:20 Uhr in der Boxengasse sowie beim anschließenden Gridwalk ab 11:10 Uhr in der Startaufstellung die großartige Gelegenheit, die faszinierenden Boliden und ihre Piloten aus nächster Nähe zu erleben. Die beiden vierstündigen Rennen werden an beiden Tagen pünktlich um 12:00 Uhr gestartet. Wer das Spektakel nicht vor Ort verfolgen kann, schaltet ab 08:15 Uhr den offiziellen Livestream auf VLN.de ein oder verfolgt das dramatische Geschehen über „Radio Nürburgring“ auf rpr1.de sowie in der RPR1-App.

Sommerfest in der Grünen Hölle: Emotionaler Triumph beim 6h-Rennen

02.08.2026

Das KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie bot am 01. August 2026 bei traumhaftem Kaiserwetter und vor voll besetzten Tribünen mitten in den Sommerferien eine fantastische Kulisse für das traditionelle Saisonhighlight in der Grünen Hölle. Sechs Stunden voller Taktik, knallharter Rad-an-Rad-Duelle und bester Stimmung auf den Rängen prägten das siebte NLS-Rennen des Jahres. Den Gesamtsieg sicherte sich nach 41 absolvierten Runden das Mercedes-AMG Team RAVENOL vor der Mannschaft von Schubert Motorsport und dem Team 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON. Im Mittelpunkt des Rennens stand die emotionale Rückkehr von Ralf Aron. Rund fünf Monate nach seinem schweren Unfall bei den 12 Hours of Bathurst feierte der Este im Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 80 ein beeindruckendes Renn-Comeback. Bereits im morgendlichen Zeittraining setzte Aron ein Ausrufezeichen, als er Mercedes-AMG GT3 mit einer Fabelzeit von 7:51.506 Minuten auf die Pole-Position stellte. Im Rennen überzeugte Aron zusammen mit Luca Stolz auf ganzer Linie und überquerte nach sechs Stunden fehlerfreier Fahrt als strahlender Gesamtsieger die Ziellinie. Für seinen Teamkollegen Stolz war der Triumph das perfekte Geschenk zum 31. Geburtstag. „Das war ein fantastisches Rennen für uns, das extrem viel Spaß gemacht hat. Sechs Stunden voller Action bei bestem Eifelwetter – ich habe immer noch ein breites Grinsen im Gesicht. Es ist wirklich das schönste Geburtstagsgeschenk. Wir haben einen rundum fehlerfreien Tag erwischt, das Auto hat kaum einen Kratzer abbekommen – einfach perfekt“, erklärte ein sichtlich gelöster Luca Stolz nach der Zieleinfahrt. Auch Ralf Aron verbarg seine Emotionen nicht: „Damit ist das Comeback perfekt und ich bin überglücklich. Davon habe ich im Vorfeld nicht einmal zu träumen gewagt. Es war mir eine riesige Freude, das Rennen gemeinsam mit Luca zu bestreiten.“ Den zweiten Platz im Gesamtklassement sicherte sich nach 41 absolvierten Runden mit einem Rückstand von 39,480 Sekunden die Mannschaft von Schubert Motorsport. Im BMW M4 GT3 EVO mit der Startnummer 77 zeigten Jens Klingmann, Ugo de Wilde und Nordschleifen-GT3-Debütant Tim Tramnitz eine hochkonzentrierte Vorstellung. „Luca war ein enorm starker Gegner. Die Mercedes-Crew war schon im Qualifying extrem schnell unterwegs und hat sich den Sieg heute verdient. Wir lagen zwischendurch zwar in Schlagdistanz, aber immer wenn wir näher kamen, konnten sie noch einmal nachlegen. Ich bin mächtig stolz auf meine beiden Teamkollegen – allen voran auf Tim, der hier sein erstes GT3-Rennen auf der Nordschleife absolvierte“, fasste Routinier Jens Klingmann den Kampf an der Spitze zusammen. Tim Tramnitz zog ebenfalls ein rundum positives Fazit: „Es ist ein großartiges Gefühl. Nach meinem ersten Stint hatten wir zwar einen etwas kniffligen Boxenstopp, aber der Wagen lag hervorragend. Die Erfahrung von Jens hat mir besonders in der Vorbereitung auf das Wochenende enorm geholfen.“ Sein Teamkollege Ugo de Wilde freute sich ebenso über den Erfolg: „Dieses erste Nordschleifen-Podium wollte ich unbedingt einfahren. Tim hat bei seinem Einstand einen fantastischen Job gemacht.“ Den verbleibenden Platz auf dem Gesamtsiegerpodest sicherten sich als Drittplatzierte und zugleich Sieger der Klasse SP9 PRO-AM 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON im Porsche 911 GT3 R EVO (#48). Das Trio mit Patrick Assenheimer, Tobias Müller und Dylan Pereira lieferte ebenfalls eine starke Leistung ab. Während Dylan Pereira unmittelbar nach seinem Renn-Einsatz die Weiterreise zum nächsten Einsatz nach Magny-Cours antrat, feierten Patrick Assenheimer und Tobias Müller den Pokalerfolg vor Ort alleine. „Dylan hat uns aus dem Auto per FaceTime angerufen und wir konnten seinen Jubel live miterleben. Er hat die ganze Fahrt über mitgefiebert. Das Rennen lief fantastisch und nach dem letzten Lauf stehen wir erneut auf dem Gesamtwertungs-Podium. Trotz einer leicht verstellten Spur haben wir eine absolut solide Vorstellung ohne Fehler und Strafen abgeliefert“, berichtete Tobias Müller. Auf dem vierten Gesamtrang lief der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 4 von Goroyan RT by Car Collection ein, pilotiert von Artur Goroyan, Alex Fontana und Nico Menzel, die sich damit den zweiten Rang in der Klasse SP9 PRO-AM sicherten. Den fünften Gesamtrang schnappte sich im packenden Schlussakkord das Team FK Performance Motorsport im BMW M4 GT3 EVO (#1). Das Quartett Leyton Fourie, Dan Harper, Pavel Lefterov und Maxime Oosten überholte in der allerletzten Runde noch den Porsche 911 GT3 R EVO (#123) von Mühlner Motorsport, der von Martin Rump, Ben Bünnagel und Noah Nagelsdiek gefahren und somit auf Platz sechs gewertet wurde.In der Klasse SP9 AM setzte sich nach einem dramatischen Kampf nach dem letzten Boxenstopp der Lamborghini Huracan GT3 EVO II (#786) von Renazzo Motorsport durch, gefahren von Sak Nana, Christoph Breuer und Thomas Mutsch. Sie verwiesen den Porsche 911 GT3 R (#5) von BLACK FALCON Team EAE mit Mustafa Mehmet Kaya, Gabriele Piana und Mike Stursberg auf den zweiten Klassenrang. Emotionale Momente und Action in den MarkenpokalenAuch abseits der Top-Kategorie SP9 lieferte der sechsstündige Eifel-Klassiker einmalige Geschichten. Für ein ganz besonderes Highlight sorgte das Gemeinschaftsprojekt von Porsche Heritage und Museum und dem Team75 Bernhard. Im exklusiv gestalteten Porsche 718 Cayman GT4 RS CS (#718) verabschiedeten die beiden Nordschleifen-Legenden und Porsche-Markenbotschafter Timo Bernhard und Jörg Bergmeister den allerletzten in Zuffenhausen gebauten Mittelmotor-Rennwagen dieser Baureihe gebührend. „Dieses Auto war ein extrem wichtiges Kundensport-Modell für Porsche. Wir wollten ihm einen würdigen Abschied bereiten. Der Empfang durch die Fans war einfach gigantisch – das macht einen unheimlich stolz“, erklärte Timo Bernhard sichtlich gerührt vor dem Start. Jörg Bergmeister ergänzte schmunzelnd: „Als die Anfrage kam, musste ich nicht lange überlegen. So wie wir damals zusammen angefangen haben, schließt sich hier nun auf der Nordschleife der Kreis.“ Das Duo spulte fehlerfreie 37 Runden ab und krönte den emotionalen Abschiedseinsatz mit dem vierten Rang in der Klasse SP10.In den stark besetzten Markenpokal-Klassen ging es ebenso hoch her. In der Wertungsklasse CUP2 feierte das Team BLACK FALCON Team ZIMMERMANN einen souveränen Klassensieg. Alexander Hardt, Benjamin Hites und Benjamin Koslowski setzten sich im Porsche 911 GT3 Cup (#900) gegen die Markenkollegen Ryan Harrison, Raphael Rennhofer und Leon Wassertheurer vom Team LIQUI MOLY by BLACK FALCON (#902) durch. Den dritten Platz auf dem CUP2-Podium sicherten sich Patrik Grütter und Fabio Grosse für das SRS Team Sorg Rennsport (#901). In der CUP3-Kategorie (Porsche Endurance Trophy Nürburgring) holten Oskar Sandberg und Alexander Fielenbach ihren vierten Sieg. Im Porsche 718 Cayman GT4 CS (#953) von Smyrlis Racing zeigten die beiden nach einer verhängten Durchfahrtsstrafe wegen eines Frühstarts eine furiose Aufholjagd und bogen nach sechs Stunden als Klassensieger ab. Sie verwiesen Lorenz Stegmann und Moritz Oberheim von W&S Motorsport (#962) sowie Marius Rauer, Michal Makes und Toby Goodman (#961, ebenfalls W&S Motorsport) auf die Ränge zwei und drei. Spannende Ausgangslage im MeisterschaftskampfMit dem erneuten Klassensieg beim Saisonhighlight zementierte das Trio Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert vom Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels seine Führung in der Gesamtwertung. Mit makellosen 79,00 Punkten feierte das BMW-M240i-Gespann (#650) bislang in jedem bestrittenen Saisonlauf den Klassensieg. Dahinter folgen Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg (64,00 Punkte) sowie das Trio Anton Abée, Yannik Himmels und Jörg Viebahn (56,00 Punkte). Benjamin Albers und Raphael Rennhofer komplettieren mit jeweils 55,00 Zählern die Top-10. Da es in dieser Saison keine Streichergebnisse mehr gibt, fließen ausnahmslos alle Resultate in die Wertung ein – was den Titelkampf enorm brisant macht: Die Führenden müssen in den verbleibenden Läufen weiter verlässlich punkten und dürfen sich keinerlei Patzer oder Ausfälle erlauben. Nach dem erfolgreichen Sechsstunden-Spektakel verabschiedet sich die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie in eine kurze Sommerpause, ehe am 12. und 13. September 2026 mit dem großen Double-Header aus NLS8 und NLS9 das nächste Highlight auf dem Nürburgring ansteht.