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13 September, Sonntag

Falken Motorsports schlägt eindrucksvoll zurück

Nach dem hauchdünnen Fotofinish vom Vortag schlug Falken Motorsports beim 66. ADAC ACAS Cup (NLS9) am Sonntag zurück. Bei teils schwierigen Wetterbedingungen feierten Tim Heinemann und Morris Schuring im Porsche 911 GT3 R von der Pole-Position aus gestartet den Gesamtsieg. Direkt dahinter sicherten Nico Menzel und Flynt Schuring im Schwesterauto einen überlegenen Doppelerfolg für das Team von...
Falken Motorsports schlägt eindrucksvoll zurück

13.09.2026

Nach dem hauchdünnen Fotofinish vom Vortag schlug Falken Motorsports beim 66. ADAC ACAS Cup (NLS9) am Sonntag zurück. Bei teils schwierigen Wetterbedingungen feierten Tim Heinemann und Morris Schuring im Porsche 911 GT3 R von der Pole-Position aus gestartet den Gesamtsieg. Direkt dahinter sicherten Nico Menzel und Flynt Schuring im Schwesterauto einen überlegenen Doppelerfolg für das Team von Sven Schnabel. Das rein von Porsche dominierte Podium komplettierten Patrick Assenheimer, Tobias Müller und Dylan Pereira im Porsche 911 GT3 R EVO von 48 LOSCH Motorsport by Black Falcon (#48), die sich trotz Turbulenzen den Sieg in der SP9 Pro-Am sicherten. Hauchdünnes Zeittraining und StartgetümmelSchon im Zeittraining schenkten sich die Piloten nichts. Polesitter Heinemann schwärmte nach dem Qualifying von einer „perfekten Runde“, wie man sie im Motorsport nur selten erlebt. Die Konkurrenz saß ihm jedoch dicht auf den Fersen: Tobias Müller lag im Black-Falcon-Porsche nur winzige 0,020 Sekunden zurück. Die ersten vier Autos lagen innerhalb von 00.460 Sekudnen. Beim fliegenden Start krachte es sogleich in der AMG-Arena: Vortagessieger Ugo de Wilde (Schubert-BMW) versuchte sich innen an Nico Menzel vorbeizudrücken. Nach einer leichten Berührung musste Menzel aufmachen, ehe der BMW kurz darauf auch noch von ‚Daan Arrow‘ getroffen wurde und weit zurückfiel. In Runde acht endete der Arbeitstag für den Schubert-BMW nach einem Einschlag im Brünnchen schließlich vorzeitig. Reifen-Gamble, Schreckmomente und wilde DreherAls in der Eifel der Regen einsetzte, entwickelte sich ein nervenaufreibendes Strategie-Roulette zwischen Slicks und Regenreifen. Für das Trio von Black Falcon wurde das Rennen zur absoluten Achterbahnfahrt: Erst übersah Tobias Müller eine Code-60-Tafel und fuhr auf den VW Golf GTI von Thomas Schönfeld auf, was eine verbogene Felge und eine spätere Durchfahrtsstrafe nach sich zog. Wenig später folgte der Schreckmoment des Tages, als Müller sich in der ultraschnellen „Mut-Kurve“ auf nasser Piste drehte – und das Auto wundersam ohne die Streckengrenzung zu berühren abfing. „Der Dreher, die Durchfahrtsstrafe und so weiter – ich glaube, wir können superstolz sein, dass wir hier auf dem Gesamtpodium stehen“, schnaufte Müller im Ziel erleichtert durch. Patrick Assenheimer ergänzte zur Taktik: „Wir haben es ganz gut regeln können, indem wir dann früher gestoppt haben, wo die Bedingungen einfach zu schlecht wurden für Slicks.“ Aufholjagd im Regenguss und Schuring-FamilienfestAn der Spitze entbrannte derweil ein brüderlicher Schlagabtausch: Morris Schuring führte das Feld zeitweise vor seinem jüngeren Bruder Flynt an. Für GT3-Debütant Flynt war es eine echte Feuertaufe: „Mein erstes Wochenende im GT3, das noch auf der Nordschleife und dann in so einem Rennen mit Slicks im Regen – es war super schwierig, aber ich bin mega froh.“ An der Boxengasse verfolgte Vater Gerwin Schuring – einst selbst Gesamtsieger auf dem Nürburgring – stolz den Doppelerfolg seiner Söhne. Sieger Morris Schuring strahlte nach dem Zieldurchlauf: „Ich war schon froh, in der Boxengasse zuzuschauen, aber ich habe auch immer Vertrauen in Tim gehabt. Das fühlt sich alles so normal an, aber wahrscheinlich gucken wir in zwei oder drei Wochen zurück und denken: Das war eigentlich schon geil.“ „Motorboot fahren“ in der Eifel und die Helden des TagesIn den letzten Runden verwandelte sich die Strecke in eine Seenplatte. Breidscheid, Fuchsröhre und Schwedenkreuz wurden zur Rutschbahn. „Aufregend ist sehr, sehr untertrieben“, berichtete Sieger Heinemann. „Ich habe noch nie so schlechte Bedingungen erlebt wie heute. Aquaplaning jede Kurve, jede Gerade. Ich bin wirklich froh, dass wir da unbeschadet durchgekommen sind.“ Auch der Zweitplatzierte Menzel schnaufte durch: „Am Ende jetzt war es fast wie Motorboot fahren. So viel Aquaplaning, die eine oder andere Herzattacke war dabei, aber das haben wir ganz gut gemanagt.“ Die Trophäe „Fahrers des Tages“ ging an Moritz Oberheim (#962 AVIA W&S Motorsport). Nachdem er am Samstag nach einem Trainingsunfall tatenlos zusehen musste, feierte er am Sonntag mit Pole-Position, Start-Ziel-Sieg in der CUP 3 und der Auszeichnung der ILN, Rennleitung und der TV-Moderatoren eine triumphale Rückkehr: „Es bedeutet mir sehr, sehr viel. Ich weiß, dass hier viele gute Fahrer unterwegs sind. Heute war tatsächlich ein guter Tag – es ist mir eine Ehre, diese Trophäe entgegenzunehmen.“ Titelkampf vertagt: Erste Nullnummer für die SpitzenreiterHochdramatisch entwickelte sich das Rennen auch mit Blick auf die NLS-Gesamtwertung: Das bis dato unangefochten führende Adrenalin-Trio Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert musste den BMW M240i mit einem technischen Defekt vorzeitig abstellen und abgeschleppt werden – für die Tabellenführer war es die allererste Nullnummer in diesem Jahr. Die Verfolger nutzten die Gunst der Stunde: Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg verpassten im Porsche 718 Cayman GT4 CS zwar den Klassensieg in der CUP3 an Moritz Oberheim und Lorenz Stegmann, sammelten mit dem zweiten Platz aber wertvolle Zähler. Dadurch rücken Fielenbach/Sandberg bis auf vier Punkte an die Tabellenspitze heran. Auch in der Produktionswagen-Trophäe 2026 hat sich das Blatt nach dem intensiven Double Header gewendet: Piet-Jan Ooms und Ionuc Catalin Timis im Toyota Supra (SRS Team Sorg Rennsport) sowie das Trio Philipp Leisen, Philipp Stahlschmidt und Daniel Zils im BMW 330i (Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels) waren punktgleich in der Klasse VT2-RWD in die Eifel gereist. Nach hart umkämpften Duellen an beiden Renntagen krönten Ooms und Timis ihr Wochenende schließlich am Sonntag mit dem Klassensieg direkt vor ihren Adrenalin-Rivalen, die sich mit Rang zwei begnügen mussten. Durch diesen Erfolg übernimmt das Sorg-Duo die alleinige Tabellenführung in der Produktionswagen-Trophäe und reist nun ebenfalls mit vier Punkten Vorsprung zum großen Saisonfinale im Oktober. Die Entscheidung um die NLS-Krone fällt somit erst beim großen Finale am 10. Oktober 2026. Bei der 2. NLS Sportwarte-Trophy (4h) wird der allerletzte Sieg der Saison ausgefahren – und der neue Meister gekrönt. Fans sollten sich das Saisonfinale nicht entgehen lassen: Tickets für den entscheidenden Renntag sind ab 25 Euro (Kinder bis einschließlich 14 Jahre frei) auf VLN.de/tickets sowie an den Tageskassen erhältlich und beinhalten gewohnt den Zugang zu Tribünen, Fahrerlager, Boxengasse, Gridwalk sowie den beliebten Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten.

Schubert Motorsport gewinnt Fotofinish bei NLS8

12.09.2026

Das 65. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen bot den Fans an der Nürburgring-Nordschleife vier Stunden lang erstklassigen Langstreckensport und ein hochdramatisches Finale: Nach 27 absolvierten Runden sicherte sich Schubert Motorsport den Gesamtsieg beim achten Lauf der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie. Jens Klingmann, Jordan Pepper und Ugo de Wilde überquerten die Ziellinie im BMW M4 GT3 EVO mit einem hauchdünnen Vorsprung von lediglich 0,308 Sekunden. Knapp dahinter belegten Tim Heinemann und Morris Schuring im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports den zweiten Rang. Einen historischen dritten Platz auf dem Gesamtsiegerpodest holten sich Dominik und Marcel Fugel zusammen mit Benjamin Leuchter für Max Kruse Racing im Audi R8 LMS GT3 EVO II. Das Trio feierte damit nicht nur den unangefochtenen Klassensieg in der AT 1, sondern trug sich als erste Mannschaft überhaupt in die Geschichtsbücher ein, die mit einem GT3-Fahrzeug und E20-Kraftstoff einen Podestplatz in der Gesamtwertung erzielte. Im Zeittraining unterstrich das Feld das hohe Leistungsniveau der Serie. Die ersten zwölf Fahrzeuge lagen innerhalb von gerade einmal zehn Sekunden. Die Pole-Position sicherte sich das Trio Antal Zsigo, Moritz Kranz und David Jahn im BMW M4 GT3 EVO von Gamota Racing mit einer Rundenzeit von 7:53.343 Minuten. Eine Rückversetzung verkraften musste dagegen das Team Dunlop Motorsport: Nico Menzel und Flynt Schuring wurden nach einer Kollision in der Anfangsphase des Trainings von der achten Startposition auf den elften Rang zurückgestuft, zeigten im Rennen jedoch eine eindrucksvolle Aufholjagd bis auf den fünften Gesamtrang hinter dem viertplatzierten Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team RAVENOL. Taktische Boxenstopps und wechselnde SpitzenreiterDer Tagessieg war über die 27 Umläufe hinweg hart umkämpft. Direkt nach dem Start übernahm Pepper im Schubert-BMW in der AMG-Arena die Führung von den Polesittern. In den ersten Runden lieferten sich der Schubert-BMW und der Gamota-BMW an der Spitze sehenswerte Positionskämpfe – inklusive eines mutigen Überholmanövers am Schwedenkreuz. Durch unterschiedlich getaktete Boxenstopp-Strategien wechselte die Gesamtführung im Rennverlauf mehrfach. Der später drittplatzierte Audi R8 von Max Kruse Racing nutzte ein längeres erstes und drittes Stint-Fenster und führte das Gesamtfeld zeitweise an. Benjamin Leuchter ordnete die historische Bedeutung des Erfolgs im Ziel ein: „Für uns ist das riesig. Wir sind das erste AT-GT3-Auto auf dem Gesamtpodium in einem Feld mit 27 GT3-Autos. Das macht uns sehr stolz und ich bin einfach glücklich, dass der Knoten jetzt geplatzt ist und wir auch mal kein Pech hatten.“ Auch die Teamkollegen Marcel und Dominik Fugel zeigten sich begeistert über die Leistung der Mannschaft, die allen Rückschlägen der Saison zum Trotz den Audi perfekt vorbereitet hatte: „Wir haben heute alle drei wirklich abgeliefert. Dafür, dass wir das gar nicht hauptberuflich machen, war das gar nicht so schlecht.“ Falken Motorsports übernahm nach der ersten Boxenstoppphase die Spitze und lag auch später erneut ganz vorne. Morris Schuring blickte auf das enge Duell zurück: „Das war cooles Racing. Ich hatte beim Überrunden ein bisschen Pech mit einem Aston Martin, was vielleicht den Ausschlag gegeben hat, aber es hat riesigen Spaß gemacht.“ Tim Heinemann zog ebenfalls ein positives Fazit: „Das war genau das, was die Fans sehen wollen: enges, hartes Racing. Am Ende hat es für uns leider nicht ganz gereicht, aber wir sind trotzdem zufrieden.“ Für Turbulenzen in der Anfangsphase sorgte eine Kollision in der AMG-Arena zwischen dem Ford Mustang GT3 vom Haupt Racing Team (Vincent Kolb / Frank Stippler) und dem Porsche 911 GT3 R vom BLACK FALCON Team EAE (Daan Arrow / Mustafa Mehmet Kaya / Mike Stursberg). Trotz eines Drehers kämpfte sich das BLACK FALCON Team EAE zurück und sicherte sich souverän den Klassensieg in der SP9 Am (Gesamtrang elf). Der Mustang schied vorzeitig aus. Den Sieg in der SP9 Pro-Am feierte 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON mit Patrick Assenheimer, Tobias Müller und Dylan Pereira im Porsche 911 GT3 R EVO auf Gesamtrang sechs. Das Rennen um den Gesamtsieg entschied sich nach dem letzten Boxenstopp, als Schubert Motorsport in Runde 24 wieder die Spitze übernahm. In den verbleibenden Umläufen setzten Heinemann und Schuring den führenden BMW unter Dauerdruck und blieben Stoßstange an Stoßstange. Schubert Motorsport verteidigte die Linie jedoch fehlerfrei und überquerte nach vier Stunden mit 0,308 Sekunden Vorsprung die Ziellinie. Sieger Jens Klingmann resümierte freudestrahlend: „Das war wirklich Motorsport vom Feinsten – genau das, was wir uns als Fahrer wünschen und die Fans sehen wollen. Bei NLS6 haben wir noch mit zwei Zehnteln Rückstand verloren, heute haben wir gewonnen. Auf der Döttinger Höhe hatte ich schon das Gefühl, es reicht, aber durch Überrundungs-verkehr wurde es noch einmal richtig eng. Umso schöner, dass es am Ende gereicht hat.“ Das Team aus Oschersleben hatte am Samstag übrigens doppelt Grund zu feiern: Auf dem Sachsenring entschied Marco Wittmann im BMW M4 GT3 das erste DTM-Rennen für sich. Wimpernschlag-Finish in der BMW M2-Klasse und Erfolge in den MarkenpokalenNicht nur an der Spitze des Feldes sorgte ein Fotofinish für Herzrasen: Ein nahezu identisch dramatisches Ende erlebten die Zuschauer in der Klasse BMW M2. Nach vier Stunden Renndistanz setzte sich Ranko Mijatovic für Hofor Racing by Bonk Motorsport im BMW M2 Racing mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,352 Sekunden gegen das Duo Marc David Müller und Henrik Seibel durch. In der stark besetzten Klasse CUP2 (Porsche 911 GT3 Cup) dominierte das BLACK FALCON Team ZIMMERMANN: Alexander Hardt, 'Benjamin Hites' und Benjamin Koslowski fuhren auf einem hervorragenden 13. Gesamtrang zum Klassensieg. Titelkampf bleibt hochdramatisch: Gleichschritt an der TabellenspitzeIm Kampf um die Gesamtwertung der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie schenkten sich die Top-Favoriten nichts. Das führende Trio Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert im BMW M240i Racing Cup für das Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels setzte seine makellose Serie fort und feierte den nächsten Klassensieg. Doch auch die direkten Verfolger im Titelrennen gaben sich keine Blöße: Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg entschieden für Smyrlis Racing im Porsche 718 Cayman GT4 CS die Klasse CUP3 für sich. Da beide Titelanwärter die volle Punkteausbeute einfuhren, bleibt der Stand an der Tabellenspitze unverändert. Es geht Schlag auf Schlag weiterViel Zeit zum Durchatmen haben die Teams und Piloten nicht: Bereits am morgigen Sonntag geht es beim 66. ADAC ACAS Cup in die nächste Runde. Für Fans vor Ort bietet auch der Sonntag wieder volle Nordschleifen-Action. Tickets sind für 25 Euro pro Tag (Kinder bis einschließlich 14 Jahre frei) unter VLN.de/tickets sowie an den Tageskassen erhältlich und beinhalten den Zugang zu Tribünen, Fahrerlager, Boxengasse, Startaufstellung sowie den Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten. Der Zeitplan ist identisch: Das Zeittraining startet um 08:30 Uhr, gefolgt vom Pitwalk (10:20 Uhr) und Gridwalk (11:10 Uhr), bevor um 12:00 Uhr das vierstündige Rennen freigegeben wird. Daheimgebliebene verfolgen das Geschehen ab 08:15 Uhr im Livestream auf VLN.de sowie über „Radio Nürburgring“ auf rpr1.de und in der RPR1-App.

Action im Doppelpack: Die NLS läutet mit zwei 4h-Rennen den Saison-Endspurt ein

10.09.2026

Die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie biegt auf die Zielgerade ein und hält für Motorsportfans ein ganz besonderes Highlight bereit: Am kommenden Wochenende (12. und 13. September) steht ein actiongeladener Double-Header auf der legendären Nordschleife an. Wenn sich der beginnende Spätsommer über die Eifelwälder legt, geht es in den Rennen acht und neun ans Eingemachte. Mit dem 65. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen am Samstag und dem 66. ADAC ACAS Cup am Sonntag warten gleich zwei Vier-Stunden-Rennen auf die Piloten, die den Titelkampf maßgeblich beeinflussen können. Tickets für das Motorsport-Fest sind ab 25 Euro pro Tag unter VLN.de/tickets erhältlich, Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. Wer das doppelte Renngeschehen nicht hautnah vor Ort verfolgen kann, ist an beiden Tagen ab 08:15 Uhr (Rennstart jeweils um 12 Uhr) im kostenlosen Livestream auf VLN.de bestens aufgehoben. Für die emotionalste Geschichte im Fahrerlager sorgt der Niederländer Loek Hartog. Erst vor wenigen Tagen wurde der 23-jährige Pilot beim Rennen der China GT in Shanghai zum international gefeierten Helden. Als das Fahrzeug seines Konkurrenten Ollie Millroy nach einem Crash in Flammen stand, zögerte Hartog keine Sekunde. Er blieb an der Unfallstelle stehen, schnappte sich einen Feuerlöscher und half dabei, den verletzten Briten aus dem brennenden Wrack zu befreien. Nach dieser mutigen Rettungstat steht für den Holländer nun wieder der sportliche Wettbewerb im Fokus. In der Eifel greift Hartog am Wochenende für das Team Dinamic GT ins Lenkrad und teilt sich das Cockpit des Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 54 mit dem Dänen Michael Klitgaard Christensen. Prominenz und geballte Power im Kampf um den Gesamtsieg Das Starterfeld für den Schlussspurt der Meisterschaft präsentiert sich mit 136 gemeldeten Fahrzeugen von 14 verschiedenen Marken äußerst stark und abwechslungsreich. Besonders in den Top-Kategorien erwartet die Zuschauer ein extrem dichtes Leistungsniveau: Zu den 22 reinrassigen GT3-Boliden der Klasse SP9 stoßen vier hochkarätige Fahrzeuge aus der Klasse AT 1 für alternative Treibstoffe hinzu. Da diese technisch und von den Rundenzeiten her auf demselben Niveau operieren, schraubt sich die Zahl der Anwärter auf den Gesamtsieg auf 26 Fahrzeuge hoch. Die Königsklasse besticht dabei durch eine enorme Markenvielfalt – gleich sieben Hersteller (Porsche, Audi, BMW, Mercedes-AMG, Aston Martin, Ford und Lamborghini) kämpfen in der Eifel um den Gesamtsieg. Dementsprechend hochkarätig ist das Feld besetzt: Neben Schubert Motorsport (BMW M4 GT3 EVO) oder dem Haupt Racing Team mit dem Ford Mustang GT3 greift das Team KCMG im Mercedes-AMG GT3 mit Le-Mans-Sieger Kamui Kobayashi an. Hinzu kommen Top-Teams wie Falken Motorsports und Dinamic GT auf Porsche, Walkenhorst und PROsport mit Aston Martin sowie Renazzo Motorsport, die einen Lamborghini einsetzen. Für zusätzliche Würze sorgt Max Kruse Racing: Das Team rund um den Ex-Fußball-Nationalspieler bringt nicht nur einen VW Golf GTI für den Kicker selbst mit, sondern schickt in der AT 1 gleich drei Audi R8 LMS GT3 ins Rennen. Doppelte Punkteausbeute: Der Titelkampf spitzt sich zu Durch die beiden direkt aufeinanderfolgenden Rennen steht für die Titelkandidaten an diesem Wochenende viel auf dem Spiel – zumal in dieser Saison alle Läufe ohne Streichresultate in die Wertung eingehen und jeder Punkt im Titelkampf zählt. In der Gesamtwertung steht das Trio Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert mit 79 Punkten an der Tabellenspitze. Die drei Piloten gehen für das Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels im BMW M240i Racing Cup an den Start und haben in ihrer Klasse bislang eine makellose Bilanz vorgelegt: Sie konnten alle bisherigen Saisonrennen für sich entscheiden. Ihre engsten Verfolger sind Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg auf Rang zwei mit 64 Punkten, die im Porsche 718 Cayman GT4 CS für Smyrlis Racing antreten. Das Duo musste in diesem Jahr einen schmerzhaften Ausfall verzeichnen und liegt dadurch zurück, lauert aber auf seine Chance. Dicht dahinter folgt das PROsport racing Trio Anton Abée, Yannik Himmels und Jörg Viebahn (Mercedes-AMG GT4) mit 56 Zählern auf Position drei. In der prestigeträchtigen NLS Speed-Trophäe diktiert Schubert Motorsport das Tempo und führt mit souveränen 121 Punkten im BMW M4 GT3 Evo deutlich vor der Mannschaft 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON (Porsche 911 GT3 R Evo), die 75 Punkte auf dem Konto hat. Das Mercedes-AMG Team Ravenol hält im Mercedes-AMG GT3 mit 60 Zählern aktuell den dritten Rang. Auch bei den Nachwuchstalenten in der Junior-Trophäe wird hart gekämpft: Hier hat sich Raphael Rennhofer (Team LIQUI MOLY by BLACK FALCON, Porsche 911 GT3 Cup) mit 55 Punkten leicht von Tim Lukas Müller abgesetzt, der 45 Punkte vorweisen kann, seine Saison jedoch vorzeitig beendet hat. Dahinter formiert sich ein Verfolgerfeld mit jeweils 40 Punkten um Ryan Harrison, Leon Wassertheurer und Santiago Baztarrica. Da sich Harrison und Wassertheurer allerdings das Cockpit des Cup-Porsche direkt mit Spitzenreiter Rennhofer teilen, können sie im direkten Duell keine Punkte auf ihn gutmachen. Die besten Karten für eine Aufholjagd hat daher Santiago Baztarrica (Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels, BMW M2 Racing): Als einziger aktiv ins Lenkrad greifender Verfolger kann der Argentinier beim Double-Header eigenständig Boden im Titelkampf gutmachen. Tickets kosten 25 Euro pro Tag (Kinder bis einschließlich 14 Jahre sind kostenfrei) und sind unter VLN.de/tickets sowie an den Tageskassen erhältlich. Das Ticket beinhaltet den uneingeschränkten Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, zu den beliebten Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten sowie zum Fahrerlager, der Boxengasse und der Startaufstellung. Der Zeitplan bietet an beiden Tagen geballte Nordschleifen-Action. Das Zeittraining findet am Samstag- und Sonntagmorgen jeweils von 08:30 bis 10:00 Uhr statt. Anschließend haben Fans beim Pitwalk ab 10:20 Uhr in der Boxengasse sowie beim anschließenden Gridwalk ab 11:10 Uhr in der Startaufstellung die großartige Gelegenheit, die faszinierenden Boliden und ihre Piloten aus nächster Nähe zu erleben. Die beiden vierstündigen Rennen werden an beiden Tagen pünktlich um 12:00 Uhr gestartet. Wer das Spektakel nicht vor Ort verfolgen kann, schaltet ab 08:15 Uhr den offiziellen Livestream auf VLN.de ein oder verfolgt das dramatische Geschehen über „Radio Nürburgring“ auf rpr1.de sowie in der RPR1-App.

Sommerfest in der Grünen Hölle: Emotionaler Triumph beim 6h-Rennen

02.08.2026

Das KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie bot am 01. August 2026 bei traumhaftem Kaiserwetter und vor voll besetzten Tribünen mitten in den Sommerferien eine fantastische Kulisse für das traditionelle Saisonhighlight in der Grünen Hölle. Sechs Stunden voller Taktik, knallharter Rad-an-Rad-Duelle und bester Stimmung auf den Rängen prägten das siebte NLS-Rennen des Jahres. Den Gesamtsieg sicherte sich nach 41 absolvierten Runden das Mercedes-AMG Team RAVENOL vor der Mannschaft von Schubert Motorsport und dem Team 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON. Im Mittelpunkt des Rennens stand die emotionale Rückkehr von Ralf Aron. Rund fünf Monate nach seinem schweren Unfall bei den 12 Hours of Bathurst feierte der Este im Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 80 ein beeindruckendes Renn-Comeback. Bereits im morgendlichen Zeittraining setzte Aron ein Ausrufezeichen, als er Mercedes-AMG GT3 mit einer Fabelzeit von 7:51.506 Minuten auf die Pole-Position stellte. Im Rennen überzeugte Aron zusammen mit Luca Stolz auf ganzer Linie und überquerte nach sechs Stunden fehlerfreier Fahrt als strahlender Gesamtsieger die Ziellinie. Für seinen Teamkollegen Stolz war der Triumph das perfekte Geschenk zum 31. Geburtstag. „Das war ein fantastisches Rennen für uns, das extrem viel Spaß gemacht hat. Sechs Stunden voller Action bei bestem Eifelwetter – ich habe immer noch ein breites Grinsen im Gesicht. Es ist wirklich das schönste Geburtstagsgeschenk. Wir haben einen rundum fehlerfreien Tag erwischt, das Auto hat kaum einen Kratzer abbekommen – einfach perfekt“, erklärte ein sichtlich gelöster Luca Stolz nach der Zieleinfahrt. Auch Ralf Aron verbarg seine Emotionen nicht: „Damit ist das Comeback perfekt und ich bin überglücklich. Davon habe ich im Vorfeld nicht einmal zu träumen gewagt. Es war mir eine riesige Freude, das Rennen gemeinsam mit Luca zu bestreiten.“ Den zweiten Platz im Gesamtklassement sicherte sich nach 41 absolvierten Runden mit einem Rückstand von 39,480 Sekunden die Mannschaft von Schubert Motorsport. Im BMW M4 GT3 EVO mit der Startnummer 77 zeigten Jens Klingmann, Ugo de Wilde und Nordschleifen-GT3-Debütant Tim Tramnitz eine hochkonzentrierte Vorstellung. „Luca war ein enorm starker Gegner. Die Mercedes-Crew war schon im Qualifying extrem schnell unterwegs und hat sich den Sieg heute verdient. Wir lagen zwischendurch zwar in Schlagdistanz, aber immer wenn wir näher kamen, konnten sie noch einmal nachlegen. Ich bin mächtig stolz auf meine beiden Teamkollegen – allen voran auf Tim, der hier sein erstes GT3-Rennen auf der Nordschleife absolvierte“, fasste Routinier Jens Klingmann den Kampf an der Spitze zusammen. Tim Tramnitz zog ebenfalls ein rundum positives Fazit: „Es ist ein großartiges Gefühl. Nach meinem ersten Stint hatten wir zwar einen etwas kniffligen Boxenstopp, aber der Wagen lag hervorragend. Die Erfahrung von Jens hat mir besonders in der Vorbereitung auf das Wochenende enorm geholfen.“ Sein Teamkollege Ugo de Wilde freute sich ebenso über den Erfolg: „Dieses erste Nordschleifen-Podium wollte ich unbedingt einfahren. Tim hat bei seinem Einstand einen fantastischen Job gemacht.“ Den verbleibenden Platz auf dem Gesamtsiegerpodest sicherten sich als Drittplatzierte und zugleich Sieger der Klasse SP9 PRO-AM 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON im Porsche 911 GT3 R EVO (#48). Das Trio mit Patrick Assenheimer, Tobias Müller und Dylan Pereira lieferte ebenfalls eine starke Leistung ab. Während Dylan Pereira unmittelbar nach seinem Renn-Einsatz die Weiterreise zum nächsten Einsatz nach Magny-Cours antrat, feierten Patrick Assenheimer und Tobias Müller den Pokalerfolg vor Ort alleine. „Dylan hat uns aus dem Auto per FaceTime angerufen und wir konnten seinen Jubel live miterleben. Er hat die ganze Fahrt über mitgefiebert. Das Rennen lief fantastisch und nach dem letzten Lauf stehen wir erneut auf dem Gesamtwertungs-Podium. Trotz einer leicht verstellten Spur haben wir eine absolut solide Vorstellung ohne Fehler und Strafen abgeliefert“, berichtete Tobias Müller. Auf dem vierten Gesamtrang lief der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 4 von Goroyan RT by Car Collection ein, pilotiert von Artur Goroyan, Alex Fontana und Nico Menzel, die sich damit den zweiten Rang in der Klasse SP9 PRO-AM sicherten. Den fünften Gesamtrang schnappte sich im packenden Schlussakkord das Team FK Performance Motorsport im BMW M4 GT3 EVO (#1). Das Quartett Leyton Fourie, Dan Harper, Pavel Lefterov und Maxime Oosten überholte in der allerletzten Runde noch den Porsche 911 GT3 R EVO (#123) von Mühlner Motorsport, der von Martin Rump, Ben Bünnagel und Noah Nagelsdiek gefahren und somit auf Platz sechs gewertet wurde.In der Klasse SP9 AM setzte sich nach einem dramatischen Kampf nach dem letzten Boxenstopp der Lamborghini Huracan GT3 EVO II (#786) von Renazzo Motorsport durch, gefahren von Sak Nana, Christoph Breuer und Thomas Mutsch. Sie verwiesen den Porsche 911 GT3 R (#5) von BLACK FALCON Team EAE mit Mustafa Mehmet Kaya, Gabriele Piana und Mike Stursberg auf den zweiten Klassenrang. Emotionale Momente und Action in den MarkenpokalenAuch abseits der Top-Kategorie SP9 lieferte der sechsstündige Eifel-Klassiker einmalige Geschichten. Für ein ganz besonderes Highlight sorgte das Gemeinschaftsprojekt von Porsche Heritage und Museum und dem Team75 Bernhard. Im exklusiv gestalteten Porsche 718 Cayman GT4 RS CS (#718) verabschiedeten die beiden Nordschleifen-Legenden und Porsche-Markenbotschafter Timo Bernhard und Jörg Bergmeister den allerletzten in Zuffenhausen gebauten Mittelmotor-Rennwagen dieser Baureihe gebührend. „Dieses Auto war ein extrem wichtiges Kundensport-Modell für Porsche. Wir wollten ihm einen würdigen Abschied bereiten. Der Empfang durch die Fans war einfach gigantisch – das macht einen unheimlich stolz“, erklärte Timo Bernhard sichtlich gerührt vor dem Start. Jörg Bergmeister ergänzte schmunzelnd: „Als die Anfrage kam, musste ich nicht lange überlegen. So wie wir damals zusammen angefangen haben, schließt sich hier nun auf der Nordschleife der Kreis.“ Das Duo spulte fehlerfreie 37 Runden ab und krönte den emotionalen Abschiedseinsatz mit dem vierten Rang in der Klasse SP10.In den stark besetzten Markenpokal-Klassen ging es ebenso hoch her. In der Wertungsklasse CUP2 feierte das Team BLACK FALCON Team ZIMMERMANN einen souveränen Klassensieg. Alexander Hardt, Benjamin Hites und Benjamin Koslowski setzten sich im Porsche 911 GT3 Cup (#900) gegen die Markenkollegen Ryan Harrison, Raphael Rennhofer und Leon Wassertheurer vom Team LIQUI MOLY by BLACK FALCON (#902) durch. Den dritten Platz auf dem CUP2-Podium sicherten sich Patrik Grütter und Fabio Grosse für das SRS Team Sorg Rennsport (#901). In der CUP3-Kategorie (Porsche Endurance Trophy Nürburgring) holten Oskar Sandberg und Alexander Fielenbach ihren vierten Sieg. Im Porsche 718 Cayman GT4 CS (#953) von Smyrlis Racing zeigten die beiden nach einer verhängten Durchfahrtsstrafe wegen eines Frühstarts eine furiose Aufholjagd und bogen nach sechs Stunden als Klassensieger ab. Sie verwiesen Lorenz Stegmann und Moritz Oberheim von W&S Motorsport (#962) sowie Marius Rauer, Michal Makes und Toby Goodman (#961, ebenfalls W&S Motorsport) auf die Ränge zwei und drei. Spannende Ausgangslage im MeisterschaftskampfMit dem erneuten Klassensieg beim Saisonhighlight zementierte das Trio Edoardo Bugane, Yannick Fübrich und Sven Markert vom Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels seine Führung in der Gesamtwertung. Mit makellosen 79,00 Punkten feierte das BMW-M240i-Gespann (#650) bislang in jedem bestrittenen Saisonlauf den Klassensieg. Dahinter folgen Alexander Fielenbach und Oskar Sandberg (64,00 Punkte) sowie das Trio Anton Abée, Yannik Himmels und Jörg Viebahn (56,00 Punkte). Benjamin Albers und Raphael Rennhofer komplettieren mit jeweils 55,00 Zählern die Top-10. Da es in dieser Saison keine Streichergebnisse mehr gibt, fließen ausnahmslos alle Resultate in die Wertung ein – was den Titelkampf enorm brisant macht: Die Führenden müssen in den verbleibenden Läufen weiter verlässlich punkten und dürfen sich keinerlei Patzer oder Ausfälle erlauben. Nach dem erfolgreichen Sechsstunden-Spektakel verabschiedet sich die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie in eine kurze Sommerpause, ehe am 12. und 13. September 2026 mit dem großen Double-Header aus NLS8 und NLS9 das nächste Highlight auf dem Nürburgring ansteht.

NLS7: KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen läutet die heiße Phase ein

30.07.2026

Am kommenden Samstag (1. August) steht mit dem traditionellen KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen das Saisonhighlight der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie auf dem Programm. Mit 50 Prozent mehr Fahrzeit als bei den regulären 4-Stunden-Läufen bietet das sechsstündige Spektakel auf der legendären Nordschleife extra viel Action, Taktik und Dramatik. Bei guten Wetteraussichten verspricht der Blick in die Teilnehmerliste ein hochspannendes und abwechslungsreiches Feld: Von brandneuen GT3-Projekten über emotionale Comebacks bis hin zu einzigartigen Geschichten aus dem Breitensport ist alles vertreten. Tickets sind ab 25 Euro hier erhältlich, Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt. Wer das Geschehen nicht hautnah vor Ort verfolgen kann, ist ab 08:15 Uhr (Rennstart um 12 Uhr) im kostenlosen Livestream bestens aufgehoben. Ein rollendes Kunstwerk im Zeichen der Familie: Hommage an das Porsche MuseumBeim 6h-Rennen erwartet die Fans ein historisches Highlight auf der Nordschleife: Ein exklusiv gestalteter Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport schlägt als rollendes Kunstwerk die Brücke zwischen Geschichte, Architektur und modernem Kundensport. Das Besondere liegt hierbei im gelebten Familiengedanken der Marke: Einmalig arbeiten das Team von Porsche Heritage und Museum, die Motorsportexperten aus Weissach und das Team 75 Motorsport Hand in Hand für einen gemeinsamen Renneinsatz. Es ist eine Verneigung vor der erfolgreichen GT4-Kundensporthistorie und zugleich der Abschied des allerletzten in Zuffenhausen gebauten Mittelmotor-Rennwagens dieser Baureihe, dessen Design die futuristische Formensprache des Porsche Museums aufgreift. Gesteuert wird das spektakuläre Jubiläumsfahrzeug von zwei echten Nordschleifen-Ikonen und Porsche-Markenbotschaftern: Timo Bernhard und Jörg Bergmeister. Die beiden langjährigen Weggefährten bringen geballte Eifel-Erfahrung mit – Bernhard feierte bereits 10 Gesamtsiege in der NLS, Bergmeister trug sich zweimal in die Siegerliste ein. Nun teilen sich die beiden Nordschleifen-Rekordhalter erstmals das Cockpit eines GT4-Rennwagens und brennen auf den Einsatz – schließlich zählt der Eifelkurs für beide zu den Lieblingsstrecken. Der Rücktritt vom Rücktritt: Herzblut und Drehzahl-Sound im Civic Type REinen maximalen Kontrast zum werksunterstützten Jubiläumsprojekt bildet der Einsatz von Mark Giesbrecht, Frank Kuhlmann und Michael Flehmer, die die unvergleichliche Vielfalt und den Breitensport-Charakter der NLS perfekt repräsentieren. Das Trio besteht aus echten Nordschleifen-Routiniers: Flehmer führt die Riege mit beeindruckenden 42 Klassensiegen an und krönte seine Karriere 2014 mit dem NLS-Gesamttitel an der Seite von Rolf Derscheid. Giesbrecht und Kuhlmann machen das erfahrene Gespann komplett – beide feierten in der Serie bereits jeweils 26 Klassensiege. Dass ihr altbewährter Honda Civic Type R überhaupt beim 6h-Rennen in der Eifel rollt, ist eine emotionale Wende im Saisonplan – und womöglich erst der Anfang für das verbleibende Rennjahr, wie Giesbrecht erklärt: „Bei uns ist es im Grunde der Rücktritt vom Rücktritt. Ursprünglich wollten wir dieses Jahr in der DHLM starten, mussten das aber aus Termingründen verschieben. Nach einer halben Saison Untätigkeit hat es uns schlicht keine Ruhe mehr gelassen. Kurzentschlossen fahren wir nun das 6h-Rennen – und wenn alles gut läuft, hängen wir definitiv noch ein bis zwei weitere Läufe in dieser Saison dran. Alle im Team waren sofort Feuer und Flamme – und wir freuen uns riesig, den Fans an der Nordschleife wieder ein echtes Zweiliter-Gruppe-H-Auto zu präsentieren.“ Langersehntes Renn-Comeback: Ralf Aron greift nach Verletzungspause wieder anEin starkes und emotionales Statement erwartet die Fans in der GT3-Klasse: Rund fünf Monate nach seinem schweren Unfall bei den Bathurst 12 Hour kehrt Mercedes-AMG Performance-Fahrer Ralf Aron wieder auf die Rennstrecke zurück. Der 28-jährige Estländer, der sich im Februar zwei Wirbelbrüche zuzog, feiert beim siebten NLS-Lauf im Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Teams RAVENOL sein Comeback. Dass die Zeit dafür reif ist, betonte Aron nach intensivsten Reha-Monaten spürbar erleichtert: „Die Motorsport-Community hat mir in dieser Zeit unglaublich viel Kraft gegeben. Nach Reha und intensivem Training fühlte sich bei den Tests im Mai vom ersten Moment an wieder alles genau richtig an. Umso mehr freue ich mich, dass jetzt mein erster Renneinsatz bevorsteht.“ Im Cockpit teilt er sich das Fahrzeug mit dem frischgebackenen 24h-Nürburgring-Sieger Luca Stolz, der pünktlich am Rennwochenende seinen 31. Geburtstag feiert. Königsklasse wächst weiter: Neue GT3-Projekte mit langfristigen AmbitionenApropos GT3: Die Top-Kategorie der NLS verzeichnet zum Saisonhöhepunkt weiteren hochkarätigen Zuwachs. Neben den etablierten Größen treten gleich mehrere Teams mit frischen Projekten an – viele davon mit langfristiger Perspektive. Ein spannendes Debüt feiert ERA Motorsport, ein Team aus den USA, das unter anderem in der IMSA aktiv ist: Das Team bringt erstmals ein Mercedes-AMG Kundensportfahrzeug (GT3 EVO) auf die Nordschleife und schickt mit Kyle Tilley, Adam Christodoulou und Jake Hill ein starkes Trio in der SP9 Pro-Am ins Rennen. Ebenfalls ein echter Blickfang in der SP9 Am ist die Rückkehr von Dörr Motorsport: Das Team setzt auf den spektakulären McLaren 720S GT3, pilotiert von den Brüdern Ben und Phil Dörr sowie Nordschleifen-Legende Volker Strycek. Einen Meilenstein setzt zudem der amtierende NLS-Gesamtsieger FK Performance Motorsport: Nach dem Titelgewinn im Vorjahr feiert die Mannschaft aus Bremen ihr GT3-Debüt auf der Nordschleife. Den BMW M4 GT3 Evo steuert ein hochkarätiges Quartett um BMW-Werksfahrer Dan Harper, Leyton Fourie, Maxime Oosten und Pavel Lefterov. Den langfristigen Sprung in die SP9 Am wagt unterdessen Joos Sportwagentechnik. Das Team setzt einen Porsche 911 GT3 R für Teameigner Michael Joos, Nordschleifen-Routinier Fidel Leib und Marco Lamsouguer ein. Und die Ambitionen reichen weit über das 6h-Rennen hinaus, wie Michael Joos betont: „Seit unserem Test im vergangenen Jahr haben wir an einem eigenen GT3-Programm auf der Nordschleife gearbeitet. Wir bestreiten nun die restlichen vier NLS-Saisonrennen mit dem 911 GT3 R. Unser Ziel ist es, so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln, um einen soliden Grundstein für ein langfristiges Engagement in der Serie zu legen.“ Für optischen und sportlichen Glanz sorgt schließlich das Team up2race, das mit seinem goldfarbenen Porsche 911 GT3 R – liebevoll „Goldy“ genannt – sein NLS-Debüt gibt. In der SP9 Pro-Am teilt sich DTM-Star und Ex-SimRacer Tim Heinemann das Cockpit mit dem ehemaligen Fußballprofi Oleksii Kikireshko, den Heinemann zugleich als Coach betreut. Internationaler Glanz und Permit-A-Jagd bei Four MotorsAuch das nachhaltige Team Four Motors sorgt beim 6h-Rennen für ein echtes Highlight in der Teilnehmerliste: Im Bioconcept-Car #420 (Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport) teilt sich ein internationales Trio das Cockpit, das Motorsport-Know-how auf Weltklasse-Niveau vereint. Mit dem australischen WEC-Pilot und Le-Mans-Klassensieger Yasser Shahin, dem amtierenden Porsche Junior Marcus Amand aus Frankreich sowie dem Italiener Enzo Trulli – Sohn des ehemaligen Formel-1-Pioniers Jarno Trulli – treffen drei außergewöhnliche Karrieren aufeinander. Für alle drei Piloten ist der siebte NLS-Lauf zudem eine wichtige Reifeprüfung: Sie absolvieren auf dem Bioconcept-Renner ihre DMSB Permit Nordschleife A, um sich die höchste Freigabe für künftige Einsätze in den Top-Klassen der Grünen Hölle zu sichern. Tickets für das Rennwochenende kosten 25 Euro (Kinder bis einschließlich 14 Jahre sind kostenfrei) und sind hier sowie an den Tageskassen erhältlich. Das Ticket beinhaltet den Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, zu den Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten sowie zum Fahrerlager, der Boxengasse und der Startaufstellung.Das Zeittraining findet am Samstagmorgen von 08:30 bis 10:00 Uhr statt. Anschließend haben Fans beim Pitwalk ab 10:20 Uhr in der Boxengasse sowie beim anschließenden Gridwalk ab 11:10 Uhr in der Startaufstellung die Gelegenheit, die Fahrzeuge und Piloten aus nächster Nähe zu erleben. Das sechsstündige Rennen wird um 12:00 Uhr gestartet. Wer das Spektakel nicht vor Ort verfolgen kann, schaltet ab 08:15 Uhr den offiziellen Livestream ein oder verfolgt das Geschehen über „Radio Nürburgring“ auf rpr1.de sowie in der RPR1-App.

Fotofinish: Erster Sieg für neuen Dunlop-Porsche

20.06.2026

Der sechste Lauf der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie endete mit einem echten Fotofinish. Bei Kaiserwetter und hochsommerlichen Temperaturen, die Mensch und Material auf der Strecke alles abverlangten, feierten Nico Menzel und Sven Müller nach 4:09:46,280 Stunden im neuen Dunlop-Porsche 911 GT3 R einen historischen Erfolg. Das Duo überquerte bei der 1. ADAC Eifel-Trophy die Ziellinie mit einem Vorsprung von gerade einmal 0,319 Sekunden. Für Menzel war es der fünfte Sieg seiner NLS-Karriere, während Müller seinen siebten Gesamtsieg verbuchte. Das Duo setzte sich nach 27 Runden knapp gegen Jens Klingmann und Robin Frijns im BMW M4 GT3 EVO von Schubert Motorsport durch. Den dritten Platz sicherte sich die Pro-Am-Besatzung von 48 LOSCH Motorsport by BLACK FALCON: Patrick Assenheimer, Tobias Müller und Dylan Pereira steuerten ihren Porsche 911 GT3 R EVO nach einer fehlerfreien Teamleistung auf den verbleibenden Podiumsplatz.  Im Zeittraining zeigten zunächst Christian Krognes und Mateo Villagomez im Aston Martin Vantage GT3 EVO von Walkenhorst Motorsport ihr Potenzial. Mit einer Rundenzeit von 7:54.452 Minuten sicherte Krognes dem Team die Pole-Position. Der Norweger behauptete die Führung auch beim Start und bog als Spitzenreiter in die erste Kurve ein. Im weiteren Rennverlauf verlor der Aston Martin jedoch während der ersten Boxenstopp-Phase an Boden und musste die Spitzengruppe ziehen lassen. In der allerletzten Rennrunde büßte das Walkenhorst-Team einen weiteren Platz ein, als Adam Christodoulou, Jake Hill und Kyle Tilley im Mercedes-AMG GT3 von PROsport racing im Endspurt vorbeizogen und sich Rang vier sicherten. Für die Pole-Setter blieb am Ende der fünfte Gesamtrang. Taktischer Undercut und spätes Drama auf der StreckeDie Entscheidung um den Gesamtsieg wurde maßgeblich durch die Boxenstrategie im ersten Renndrittel beeinflusst. Während ein Großteil der Top-Fahrzeuge bis zur siebten Runde auf der Strecke blieb, steuerten der Dunlop-Porsche 911 GT3 R und der Schubert-BMW bereits nach der sechsten Rennrunde die Boxengasse an. Durch diesen vorgezogenen Stopp schob sich das Duo an die Spitze des Feldes, wo Menzel im zwölften Umlauf die Führung übernahm. Auf Podiumskurs lag lange Zeit auch der Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports mit Klaus Bachler und Tim Heinemann. Ein Reifenschaden hinten links in der 21. Runde zwang das Team jedoch, das Fahrzeug vorzeitig abzustellen, wodurch Black Falcon den dritten Rang übernahm. In den Schlussrunden holte Klingmann im BMW M4 GT3 EVO durch dichten Überholverkehr und eine späte Code-60-Phase stark auf den führenden Porsche auf. Müller behielt im Verkehr jedoch die Nerven und verteidigte die Führung im Schlusssprint bis zur Ziellinie. Erleichterung nach harter Arbeit in den CockpitsNach der Zieldurchfahrt stand den Fahrern die intensive Anspannung der letzten Runden ins Gesicht geschrieben. Müller erklärte im Hinblick auf den knappen Ausgang sichtlich bewegt: „Ich glaube, enger hätte es nicht sein können. Das haben wir uns zum Schluss auch nicht vorgestellt, dass es so eng wird.“ Sein Teamkollege Menzel ergänzte erleichtert: „Nix mehr da in Sachen Fingernägel! Mir ist so ein bisschen das Herz in die Hose gerutscht, als in der letzten Runde noch eine Code 60 dazukommt.“ Auch beim zweitplatzierten Team von Schubert Motorsport zog Klingmann trotz des knapp verpassten Triumphs ein positives Fazit: „Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Auf der Strecke war wirklich viel los und alles ziemlich messy da draußen. Aber ja, am Schluss ist es P2 geworden. Ich denke, wir können trotzdem zufrieden sein.“ Angesprochen auf die extremen Temperaturen ergänzte Pereira: „Das war ein heißes Rennen, aber wir haben uns durchgekämpft. Am Ende stehen wir auf P3 im Gesamtklassement und P1 in der Pro-Am. Wir sind happy!“ Raphael Rennhofer zum Fahrer des Rennens gekürtIn der Cup-2-Klasse der Porsche Endurance Trophy Nürburgring zog Raphael Rennhofer die Aufmerksamkeit auf sich. Am Steuer des Porsche 911 GT3 Cup mit der Startnummer 902 vom Team LIQUI MOLY by BLACK FALCON zeigte der Nachwuchsfahrer eine starke Leistung im hart umkämpften Markenpokal. Aufgrund dieses starken Auftritts ernannten ihn die ILN, die Rennleitung und die Streckensprecher gemeinschaftlich zum „Fahrer des Rennens“. Rennhofer, der gemeinsam mit Ryan Harrison und Leon Wassertheurer auf Rang zwei der Klasse ins Ziel kam, kommentierte den Erfolg begeistert: „Ja, das ist super cool! Ich war sehr zufrieden mit meiner eigenen Leistung, hatte das Gefühl, dass das mein bestes Rennen bis jetzt auf der Nordschleife war. Dass das auch den Offiziellen aufgefallen ist, macht mich stolz.“ Der Klassensieg in der Cup-2-Klasse ging unterdessen an Nico Bastian und Martin Rump im Porsche 911 GT3 Cup von Mühlner Motorsport. Sekundenkrimi im BMW M240i Racing Cup und Verschiebung an der TabellenspitzeNeben den GT3-Boliden an der Spitze des Gesamtklassements bot vor allem die BMW M240i Racing Cup-Klasse Spannung bis zur Ziellinie. In einem Sekundenkrimi setzten sich am Ende Sven Markert, Edoardo Bugane, Tim Lukas Müller und Yannick Fübrich im Fahrzeug mit der Startnummer 651 für das Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels durch. Nach mehr als vier Stunden harter Arbeit auf der Nordschleife trennte die Klassensieger im Ziel gerade einmal ein Wimpernschlag von 1,028 Sekunden von ihren direkten Verfolgern. Aiden Mulready, Joshua Hislop und James Breakell zeigten im Fahrzeug mit der Startnummer 667 eine furiose Jagd, mussten sich dem eingespielten Adrenalin-Quartett nach 23 absolvierten Runden im finalen Schlusssprint jedoch haarscharf geschlagen geben. Dieser dramatische Ausgang hatte zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte unmittelbare Auswirkungen auf die Meisterschaft: Vor dem Rennwochenende lagen Bugane, Fübrich und Markert noch absolut punktgleich mit dem Smyrlis-Duo Oskar Sandberg und Alexander Fielenbach an der Tabellenspitze. Während die Adrenalin-Mannschaft mit ihrem Klassensieg jedoch die Maximalpunktzahl einfuhr und mit nun 60 Punkten die alleinige Tabellenführung übernahm, erlebten ihre Kontrahenten ein Drama. Nach einem Unfall im Streckenabschnitt Schwalbenschwanz musste Sandberg den Porsche 718 Cayman GT4 CS vorzeitig abstellen. Nachwuchs im FokusParallel zum Geschehen in der Grünen Hölle trug der Motorsport-Nachwuchs im historischen Fahrerlager die zweite Veranstaltung zur NLS Jugend-Kart-Slalom-Meisterschaft 2026 aus. In den sechs verschiedenen Altersklassen lieferten sich die Nachwuchspiloten fehlerfreie und millimetergenaue Duelle um Zehntelsekunden. Am Ende eines intensiven Wettbewerbswochenendes sicherten sich Leonie Heiermann (K1 / MSC Altenbach), Luise Schwarz (K2 / MSC Adenau), Jeremy Port (K3 / MSC Piesbach), Leo Pawelczyk (K4 / MSC Losheim), Tim Schneider (K5 / AMC Hellertal) und Francis Rittinger (K6 / OC Lahnstein) die begehrten Klassensiege. Am 1. August steht das Rennen über die XXL-Distanz auf dem Programm. Das KW 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen ist das Saisonhighlight der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie. 

Vorschau 1. ADAC Eifel Trophy: Von Kobayashi bis Kombi – spektakuläres Feld bei NLS6

18.06.2026

Die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie startet in die zweite Saisonhälfte. Am kommenden Samstag (20. Juni) steht auf der legendären Nordschleife die 1. ADAC Eifel Trophy auf dem Programm. Ein Blick in die vorläufige Teilnehmerliste verspricht ein abwechslungsreiches Feld, das von internationalen Top-Piloten über ambitionierte Neulinge bis hin zu einer starken GT3-Präsenz reicht. Tickets gibt es ab 25 Euro unter VLN.de/tickets. Jugendliche bis 14 Jahre haben freien Eintritt.  Von Le Mans direkt in die Grüne Hölle: Kobayashi und Frijns greifen anNur eine Woche nach seinem Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans wechselt Kamui Kobayashi von der Sarthe direkt auf die Nordschleife. Getreu dem Motto ‚Erst die Arbeit, dann das Vergnügen‘ greift der japanische Spitzenfahrer in der Eifel an. Kobayashi pilotiert den Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 47 für das Team KCMG in der Klasse SP9 PRO. „Le Mans und die Grüne Hölle, das sind zwei vollkommen unterschiedliche Herausforderungen. Nach dem grandiosen Sieg freue ich mich jetzt darauf, nach einer tollen Erfahrung bei NLS3 wieder mit KCMG an den Start zu gehen“, sagt Kobayashi. „Mein Ziel ist es, mich auf der Nordschleife im GT3-Fahrzeug weiter zu verbessern. Das ist eine weitere großartige Gelegenheit, meinen Lernprozess auf dieser legendären Rennstrecke fortzusetzen. Mit einer rein japanischen Fahrerbesatzung sind wir zuversichtlich, dass wir einen erfolgreichen Renntag erleben werden.“ In Le Mans musste sich Robin Frijns auf Platz zwei Sieger Kobayashi geschlagen geben, in der Grünen Hölle kommt es jetzt zur Revanche. Der Niederländer pilotiert den BMW M4 GT3 von Schubert Motorsport. Nordschleifen-Debüts für Scott Speed und Tim TramnitzNeben Kobayashi bereichern weitere namhafte Piloten das Starterfeld und geben ihr Debüt in der NLS. Der ehemalige Formel-1- und Nascar-Fahrer Scott Speed startet für Mühlner Motorsport im Porsche 718 Cayman GT4 CS mit der Startnummer 999 in der Klasse CUP3. Ebenfalls neu ist Tim Tramnitz. Der deutsche Nachwuchsfahrer, der in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich in der FIA-Formel-3-Meisterschaft antrat und Mitglied des Red Bull Racing Nachwuchsteams war, ist seit diesem Jahr BMW-Werksfahrer. Er pilotiert den BMW M240i Racing Cup mit der Startnummer 651 für das Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels mit dem Ziel, die notwendigen Runden für seine Nordschleifen-Permit zu absolvieren. „Für mich als deutschen Fahrer ist das anstehende NLS-Debüt einfach eine riesige Sache. Zusammen mit BMW jetzt die Permit zu machen und hoffentlich bald im GT3 an den Start zu gehen, ist für mich ein absoluter Kindheitstraum“, sagt Tramnitz. „Jeder deutsche Motorsportler verbindet Rennsport einfach mit der Nordschleife – deshalb freue ich mich sehr darauf. Langfristig ist das Ziel ganz klar: Irgendwann im GT3 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring um den Sieg mitzukämpfen!“ Volles GT3-Haus: Neue Fahrzeuge und AT-Premiere für équipe vitesseAuch nach dem 24-Stunden-Rennen bleibt die Top-Klasse stark besetzt, sodass rund 20 GT3-Autos am Samstag die Startaufstellung bereichern. Auffällig ist dabei der Zuwachs an neuen Fahrzeugen in den AM- und Alternativ-Klassen. Zu den neuen Nennungen gehören der Audi R8 mit der Startnummer 6 von Pierre Lemmerz und Alexander Kroker (SP9 AM) sowie der Audi R8 LMS GT3 von Max Kruse Racing mit der Startnummer 11 in der Klasse AT 1. Ebenfalls neu in der AT 1 ist der zweite von der équipe vitesse eingesetzte Audi R8 LMS GT3 mit der Startnummer 18. Das Team stockt sein Programm auf und betreibt diesen GT3-Boliden mit umweltschonendem Racing eFuel 98 E10. Im Cockpit nimmt die erfahrene Rennfahrerin Carrie Schreiner gemeinsam mit Andreas Ziegler und Roland Froese Platz. Teamchefin Jil Herbst betont: „Der Einsatz von synthetischen Kraftstoffen für die Zukunft des Motorsports ist uns ein großes Anliegen. Wir freuen uns sehr über diese hochkarätige Fahrerpaarung, die sich aus langjährigen Kontakten und unserem gemeinsamen Ziel der Frauenförderung im Rennsport ergeben hat.“ Der bekannte Schwesterwagen des Teams mit der Startnummer 50 tritt wie gewohnt in der Klasse SP9 AM an. Neuer Anlauf: Mario Fuchs greift wieder anSeinen zweiten Versuch in der NLS nimmt Mario Fuchs in Angriff, nachdem er im Vorjahr bei seinem Debüt noch vorzeitig durch einen technischen Defekt gestoppt wurde. Gemeinsam mit Eugen Weber und Axel Duffner bringt er den Mitsubishi Lancer CT9A mit der Startnummer 333 in der Klasse SP3T an den Start, mit dem er kürzlich das RCN-Rennen im Rahmen des 24-Stunden-Rennens gewinnen konnte. Fuchs blickt optimistisch auf das bevorstehende Rennwochenende: „Der Start war eigentlich schon länger geplant, aber durch Terminüberschneidungen, die Vorbereitungen auf das 24h-Rennen und die speziellen technischen Zusatzbestimmungen hat es erst jetzt geklappt. Unser Mitsubishi ist extrem wartungsintensiv, weshalb eine komplette Saison finanziell leider nicht machbar ist. Aber die fantastische Zuschauerkulisse, die vielen Fan-Anfragen und die tolle Organisation der NLS haben uns einfach gepackt. Zudem haben Eugen Weber und Axel Duffner enormen Druck gemacht, dass wir dieses Projekt endlich umsetzen. Wir freuen uns riesig und hoffen auf ein langes, erfolgreiches Rennen.“ Abwechslungsreiches Rahmenprogramm rund um den RingDas Rennwochenende bietet zudem ein vielseitiges Programm abseits der Nordschleife. Im Historischen Fahrerlager startet ab 10:00 Uhr die zweite Veranstaltung der NLS Jugend-Kart-Meisterschaft 2026, bei dem Nachwuchsfahrer im E-Kart durch die Pylonen wedeln. Gleichzeitig zeigen die Nachwuchsfahrer des ADAC Slalom Youngster Cup (ADAC Mittelrhein) auf dem Hubschrauberlandeplatz im Fahrerlager sportliche Präzision auf dem Asphalt. Im Bereich der alten Südschleife gastiert zudem der ADAC Clubsport Rallyesprint Cup der Region Mitte mit den Wertungsläufen drei und vier, bei dem junge Motorsport-Talente im engen Teamwork eine spektakuläre Wertungsprüfung auf wechselndem Untergrund absolvieren. Aber nicht nur Motorsport ist angesagt: In der ring°arena finden parallel die ‚STAGE National Championships‘ im Cheerleading statt.Tickets für das Rennwochenende kosten 25 Euro (Kinder bis 14 Jahre sind kostenfrei) und sind unter VLN.de/tickets sowie an den Tageskassen erhältlich. Das Ticket beinhaltet den Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs, zu den Zuschauerbereichen Brünnchen und Pflanzgarten sowie zum Fahrerlager, der Boxengasse und der Startaufstellung. Das Zeittraining zur Ermittlung der Startplätze findet am Samstagmorgen von 08:30 bis 10:00 Uhr statt. Anschließend haben Fans beim Pitwalk ab 10:20 Uhr in der Boxengasse sowie beim anschließenden Gridwalk ab 11:10 Uhr in der Startaufstellung die Gelegenheit, die Fahrzeuge und Piloten aus nächster Nähe zu erleben. Das vierstündige Langstreckenrennen wird pünktlich um 12:00 Uhr gestartet. Wer das Spektakel nicht vor Ort verfolgen kann, schaltet ab 08:15 Uhr den offiziellen Livestream auf VLN.de ein oder verfolgt das Geschehen über „Radio Nürburgring“ auf rpr1.de sowie in der RPR1-App.

Die Nürburgring-Highlights im Juni: Rock am Ring im Rekordfieber, GRIP-Jubiläum und Classic Cars

28.05.2026

Rock am Ring ist im Juni im Rahmen der Events der große Headliner: Seit Monaten ist das Mega-Festival ausverkauft. Aber die Grüne Hölle hält noch mehr bereit: eine faszinierende Zeitreise bei der ADAC Nürburgring Classic, packende Langstrecken-Action in der Grünen Hölle und das zehnjährige Jubiläum von „GRIP – Das Motorevent“. Zudem dürfen sich Besucher auf die Cheerleading Nationals in der ring°arena sowie GT- und Tourenwagensport beim ADAC Racing Weekend mit Porsche Sports Cup freuen.  Das sind die Nürburgring-Highlights im Juni: Linkin Park & Co. vor 90.000 Fans – und im Livestream: Rock am Ring | 05. – 07. JuniRock am Ring schrieb bereits vor dem ersten Akkord Geschichte: Die 2026er Ausgabe des legendären Festivals war so früh ausverkauft wie noch nie zuvor. Mit 90.000 Weekend-Tickets unterstreichen die Fans ihre Begeisterung für das traditionsreiche Musikfest. Als Top-Acts werden unter anderem Linkin Park, Volbeat, Iron Maiden und Limp Bizkit die Bühnen zum Beben bringen. Wer kein Ticket mehr ergattern konnte, kann die RaR-Momente dennoch miterleben: Die Telekom bringt das Event im kostenlosen Livestream bei MagentaTV in alle Wohnzimmer. Nicht nur auf den Bühnen wird an diesem Wochenende Gas gegeben: Die Touristenfahrten Nordschleife finden trotz des Festivals ganz regulär statt. Die Strecke ist trotz Festival erfahrungsgemäß ohne größere Verkehrsbehinderungen zu erreichen. Das Beste aus 100 Jahren Motorsport: ADAC Nürburgring Classic | 12. – 14. JuniBei der ADAC Nürburgring Classic kehren die Ikonen der Automobilgeschichte zurück auf den Asphalt von Grand-Prix-Strecke und Nordschleife. Das Event bietet historischen Motorsport zum Anfassen – von packenden Positionskämpfen auf der Strecke bis hin zu eleganten Klassikern im Fahrerlager. Der Begriff „Classic“ ist dabei breit gefasst: Tourenwagen der 80er und 90er-Jahre, Rennwagen aus der Vorkriegszeit sowie Formel-Fahrzeuge der 90er und 2000er-Jahre sind ein Leckerbissen für Augen und Ohren. Wer ein besonderes Erlebnis sucht, greift hier zum VIP-Ticket (ab 300,00 Euro) und genießt beste Plätze, vielseitige Speisen und Getränke sowie einen exklusiven VIP-Shuttle zur Nordschleife. Weiter geht‘s in der Grünen Hölle: Nürburgring Langstrecken-Serie – Rennen 6 | 20. JuniRund einen Monat nach den legendären 24h Nürburgring geht es direkt weiter mit dem beliebten Langstreckensport in der Grünen Hölle: Die ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) startet in ihr sechstes Saisonrennen. Die „1. ADAC Eifel Trophy“ wartet dabei mit einem neuen Veranstaltungsnamen, aber dem gewohnt fanfreundlichen Konzept auf. Das Ticket öffnet den Zugang zu allen geöffneten Tribünen, dem Fahrerlager sowie zur Boxengasse und der Startaufstellung vor dem Rennen. Die Preise sind wie gewohnt fair und familienfreundlich: Für Erwachsene kostet das Ticket 25,00 Euro, Kinder bis einschließlich 14 Jahren genießen freien Eintritt. Für exklusive Einblicke sorgen die beliebten RACE&LUNCH-Tickets (190,00 Euro) oder das komplette VIP-Paket für 285,00 Euro, das erstklassiges Catering, Logenplätze, eine geführte Bustour über die Strecke und einen VIP-Shuttle an die Nordschleife beinhaltet. 10 Jahre GRIP – Das Motorevent: Das große Jubiläum in der Eifel | 21. JuniJubiläum mit Adrenalin-Garantie: „GRIP – Das Motorevent“ feiert sein 10-jähriges Bestehen und lädt die Community an den Nürburgring. Gemeinsam mit Matthias Malmedie und den anderen bekannten Gesichtern der TV-Crew verwandelt sich das Fahrerlager in ein PS-Paradies. Die Besucher erwartet ein vielseitiges Programm: spektakuläre Driftshows, die große GRIP Fan Base inklusive Autogrammstunden, Renntaxi-Fahrten im GT-Racer, eine abwechslungsreiche Expo Meile, das Jedermann-Dragrace auf der Rennstrecke sowie der „Concours d’Coolness“. Tolle Erweiterung für die kleinen Besucher: die Kids Area u.a. mit Hüpfburgen. Vielfalt auf der Strecke: ADAC Racing Weekend & Porsche Sports Cup | 26. – 28. JuniDen motorsportlichen Abschluss des Monats liefert das ADAC Racing Weekend vom 26. bis 28. Juni auf der Grand-Prix-Strecke. Das Event besticht durch ein enorm vielfältiges Motorsport-Programm, das durch die packenden Rennen des Porsche Sports Cup bereichert wird. Fans dürfen sich auf verschiedene Rennserien für GT-Fahrzeuge, Tourenwagen und Formelrenner ganz unterschiedlicher Baujahre freuen. Familienfreundlichkeit wird hier großgeschrieben: Tagestickets starten bereits ab 10,00 Euro und Kinder bis einschließlich 12 Jahren haben komplett freien Eintritt. Erstklassiges Catering und Lounge-Atmosphäre bietet das VIP-Ticket ab 290,00 Euro. Die Nürburgring-Highlights im Juni 2026:▪️ 05. – 07. Juni: Rock am Ring ▪️ 12. – 14. Juni: ADAC Nürburgring Classic▪️ 13. Juni: GLP (Nordschleife)▪️ 20. Juni: ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie (Rennen 6)▪️ 20. Juni: Cheerleading Stage Championship Nationals (ring°arena)▪️ 21. Juni: 10 Jahre GRIP – Das Motorevent▪️ 26. – 28. Juni: ADAC Racing Weekend mit Porsche Sports Cup

Fünf Marken unter den Top 5: Audi-Erfolg und Tausendstel-Krimi am Nürburgring

19.04.2026

Beim fünften Rennen der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie sicherte sich das Team Scherer Sport PHX den Gesamtsieg. Im Audi R8 LMS GT3 evo II fuhren Christopher Haase, Alexander Sims und Ben Green nach 28 Runden auf Platz eins über die Ziellinie. Auf dem zweiten Rang folgte der Lamborghini Huracan GT3 EVO2 vom Red Bull Team ABT mit den Fahrern Luca Engstler, Mirko Bortolotti und Patric Niederhauser. Das Podium komplettierten Thomas Preining und Matt Campbell, die den Porsche 911 GT3 R von Manthey auf Platz drei pilotierten. Die Top 5 wurden durch das Mercedes-AMG Team RAVENOL im Mercedes-AMG GT3 auf Rang vier sowie ROWE RACING im BMW M4 GT3 auf dem fünften Platz abgerundet. Im Top-Qualifying, das beim zweiten Rennen der ADAC 24h Nürburgring Qualifiers über die Startplätze entschied, setzte der Ferrari 296 GT3 Evo26 von REALIZE KONDO RACING with Rinaldi ein Ausrufezeichen: Mit einer Rundenzeit von 8:10,275 Minuten sicherte sich Thierry Vermeulen die Pole-Position. Der Vorsprung war dabei historisch knapp: Nur eine einzige Tausendstelsekunde trennte ihn vom zweitplatzierten BMW M4 GT3 von Gamota Racing (8:10,276 Min.). Startfahrer Dennis Marschall konnte die Spitzenposition nach dem Erlöschen der Ampeln zunächst behaupten und kämpfte in der Spitzengruppe, doch das Schicksal schlug nach rund 40 Minuten gnadenlos zu. Bei einem Überholvorgang ausgangs Brünnchen kollidierte der Ferrari mit einem zu überrundenden Fahrzeug und strandete im Kiesbett. In der ersten Rennhälfte lebte an der Spitze des Feldes zudem der packende Zweikampf zwischen Christopher Haase im Scherer-Audi und Max Verstappen im Mercedes-AMG GT3 erneut auf, der wie ein direktes Abziehbild ihres Duells von NLS2 wirkte. Haase genoss den erneut sehr respektvollen Schlagabtausch, räumte jedoch ein, dass er sich diesmal aufgrund mangelnder Balance und Übersteuern bei den kalten Bedingungen deutlich schwerer tat. Auch wenn die Action laut Steve Buschmann, Teammanager von Verstappens Einsatzteam Winward, für ordentlich Adrenalin am Kommandostand sorgte, gab man Verstappen die klare Anweisung „no risk, take it easy“, um die Zielankunft nicht zu gefährden. Nach 90 Minuten steuerte Verstappen jedoch in Führung liegend unplanmäßig die Box an, wo ein Schaden am vorderen Splitter festgestellt wurde. „Wir haben das Auto aus Sicherheitsgründen reingeholt, damit nichts Schlimmeres passiert, und nutzen die restliche Zeit des heutigen Rennens als Testeinsatz“, so Buschmann. Lucas Auer hatte so die Möglichkeit, wertvolle Rennkilometer im dichten Verkehr zu sammeln. Die Freude beim siegreichen Audi-Team war nach dem Erfolg entsprechend groß. Christopher Haase bilanzierte zufrieden: „Ganz wichtig heute war natürlich das Feedback für das 24-Stunden-Rennen. Dass wir am Ende ganz oben stehen, ist ein schöner Bonus, aber die Arbeit am Setup stand im Vordergrund“. Sein Teamkollege Ben Green ergänzte: „Das Auto fühlte sich über die gesamte Distanz konstant an. Wir konnten den Vorsprung in der Schlussphase gut verwalten“. Besonders dramatisch gestaltete sich die Schlussphase im Kampf um den letzten Podiumsplatz. Thomas Preining (#911) und Fabian Schiller (#80) lieferten sich ein rundenlanges, intensives Duell, bei dem die beiden Fahrzeuge oft nur Zentimeter trennten. Schließlich behielt Preining die Oberhand und rettete einen Vorsprung von knapp drei Sekunden über die Ziellinie. Am Mikrofon schilderte Preining den harten Kampf aus seiner Sicht: „Fabian hat alles versucht und war teilweise neben mir, aber ich konnte jedes Mal die Tür zumachen. Es war Racing am absoluten Limit, aber immer fair“. In der SP 9 Pro-Am sicherte sich das Team Schnitzelalm Racing den Klassensieg. Kenneth Heyer, Jay Mo Härtling und Jannes Fittje steuerten den Mercedes-AMG GT3 (#11) auf einen starken achten Platz im Gesamtklassement. In der SP 9 Am-Wertung triumphierte das Team BLACK FALCON Team EAE. Mustafa Mehmet Kaya, Thomas Kiefer, Gabriele Piana und Mike Stursberg zeigten im Porsche 911 GT3 R (#5) eine beeindruckende Konstanz. Nachdem sie bereits im Zeittraining mit einem zehnten Platz geglänzt hatten, konnten sie diese Performance im Rennen bestätigen und den Sieg in ihrer Klasse einfahren. Eine beeindruckende Performance abseits der reinen GT3-Spitzengruppe lieferte zudem die Startnummer 81 ab. Der BMW M3 Touring gewann die Klasse SP-X und kämpfte sich bis auf den hervorragenden siebten Gesamtrang nach vorne und konnte sich damit im Klassement sogar vor zahlreichen reinrassigen GT3-Boliden behaupten. Sven Markert, Edoardo Bugané und Benjamin Albers vom Adrenalin Motorsport Team Mainhattan Wheels (Sieger der Klasse BMW M240i) sowie Oskar Sandberg und Alexander Fielenbach von Smyrlis Racing (Sieger der Klasse Cup 3) gehen nach fünf von zehn Saisonennen als Halbzeitmeister in eine kurze NLS-Pause bis Juni. Das NLS-Reglement sieht vor, dass ein Streichresultat erst ab neun durchgeführten Rennen angerechnet wird, bei zehn Rennen derer zwei. Da das Auftaktrennen witterungsbedingt nicht gestartet werden konnte und auch der vierte Wertungslauf am Samstag abgebrochen wurde, kommt die Saison auf insgesamt acht gewertete Rennen. Damit gibt es in diesem Jahr kein Streichergebnis mehr und jedes Resultat geht ohne Abzug in die Endabrechnung der Fahrerwertung ein. Beide Teams haben bei allen bisherigen Veranstaltungen die volle Punktzahl eingefahren und führen die Tabelle daher zur Saisonmitte gemeinsam an. Trotz aller sportlichen Höhepunkte stand der Sonntag im Zeichen der Trauer um Juha Miettinen. Der finnische Pilot war am Samstag bei einer Massenkollision in der Startphase des ersten Laufs in seinem BMW 325i (#121) tödlich verunglückt. Vor dem Start am Sonntag vereinte eine hochemotionale Schweigeminute die Fahrer, Teams und Fans in der Startaufstellung. Der Nürburger Pfarrer Klaus Kohns fand in seiner Ansprache bewegende Worte: „Vielleicht ist das die wichtigste Botschaft, die wir mitnehmen können aus diesen Tagen: Dass wir zusammengehören und füreinander da sind – gerade in der Not“. Es war ein Moment der tiefen Solidarität, der die Motorsport-Gemeinschaft rund um den Nürburgring eng zusammenrücken ließ und daran erinnerte, dass die menschliche Verbundenheit in solch dunklen Stunden weit über den sportlichen Wettbewerb hinausgeht. Die Qualifiers waren die Generalprobe für die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring vom 14. bis 17. Mai, bei denen die NLS-Teams einen Großteil des Starterfelds stellen. Die 1. ADAC Eifel Trophy eröffnet am 20. Juni die zweite Saisonhälfte in der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie.